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„Haben uns leider nicht belohnt“

Fußball: Düker rettet Eintrachts Serie – Bekiroglus Spuckattacke sorgt für Tumulte

Zweikampf: Eintrachts Torschütze Julius Düker gegen Stefan Lex (1860 München). Foto: imago

Braunschweig. Die Serie hat gehalten.

Auch wenn sich Eintrachts Drittliga-Fußballer im Löwenderby gegen 1860 München letztlich mit einem glücklichen Punkt begnügen mussten, bleibt die Mannschaft von André Schubert vor dem Schlagerspiel beim VfL Osnabrück am kommenden Sonntag zum achten Mal in Serie unbesiegt. Die Lila-Weißen leisteten den Blau-Gelben unterdessen wertvolle Schützenhilfe und besiegten zu Wochenbeginn deren Konkurrent Sportfreunde Lotte mit 1:0.

„Wenn das 1:1 in der 60. Minute fällt, musst du das Spiel eigentlich gewinnen. Wenn es kurz vor Schluss fällt, musst du mit dem Unentschieden zufrieden sein“, zog der Eintracht-Coach ein insgesamt positives Resümee.
Sein Team hatte sich über weite Strecken der Partie überlegen gezeigt, letztlich aber kein Tor zustande gebracht.

„Vor dem Tor war der Abschluss qualitativ nicht gut genug, sodass wir uns leider nicht belohnt haben“, haderte der 47-Jährige mit der schwachen Chancenverwertung, die Sechzigs Philipp Steinhart mit einem direkt verwandelten Freistoß (68.) schließlich bestrafte.

„Sechzig hat in dieser Saison schon sieben oder acht Treffer nach Freistößen gemacht. Sie bringen sie einfach sehr gut, das ist dann schwierig zu verteidigen“, wollte der Coach seiner Hintermannschaft aber keinen Vorwurf machen, die sich nach den Ausfällen von Steffen Nkansah (Rotsperre), Marc Pfitzner (Gelbsperre) und Christoph Menz (Magen-Darm-Infekt) insgesamt sattelfest präsentiert hatte.

Vorne rettete der eingewechselte Julius Düker in der Nachspielzeit per Kopf wenigstens noch einen Punkt, was Schubert für seinen Schützling besonders freute, nachdem dieser sich in den vergangenen Wochen schwergetan hatte:
„Ich hoffe, dass es ihm Auftrieb gibt.“

Direkt im Anschluss an den Ausgleich besaß Benjamin Kessel noch die Chance zum 2:1, bevor der schwache Schiedsrichter Eric Müller die Partie abpfiff und es in der Hälfte von 1860 zu Tumulten kam. Grund dafür war eine Entgleisung von Münchens Efkan Bekiroglu, der Kessel nach der Partie anspuckte und eine Rudelbildung auslöste.

Schubert wollte die Situation, für die sich Bekiroglu eine mehrwöchige Sperre einhandeln dürfte, aber nicht zu hoch hängen, wohl auch, weil sich 1860-Coach Daniel Bierofka auf der Pressekonferenz in aller Form bei den Braunschweigern entschuldigt hatte: „Die Situation hat sich dann ja relativ schnell beruhigt, alle sollten ein wenig runterkommen.“

Anlass zur Kritik bot aus seiner Sicht allerdings die Leistung des Unparteiischen. So hatte Müller unter anderem den bereits verwarnten Price Owusu nach einem Griff ans Trikot von Bernd Nehrig nicht mit Gelb-Rot unter die Dusche geschickt, obwohl die Aktion eine gefährliche Situation am Strafraum verhindert hatte.

„Der Spieler kommt von hinten und hält unseren Spieler, das geht nicht“, so der Fußball-Lehrer, der sich außerdem über eine zeitverzögerte Abseitssituation in der ersten Hälfte wunderte, als Manuel Janzer die vermeintliche Eintracht-Führung erzielt hatte: „Klar war es abseits, ich finde es jedoch kurios, dass die Fahne des Linienrichters erst nach vier Sekunden hochgeht.“

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