„Hands-on-Mentalität“ als Prinzip | Neue Braunschweiger
30. Juni 2020
Menschen

„Hands-on-Mentalität“ als Prinzip

Geld, Herz und Einsatz: Die Mitglieder der vier Braunschweiger Rotary-Clubs engagieren sich

Stolze Präsis: Lothar Stempin, Thomas Mächtig, Kristin Torka, Christoph Vierling und Martin Mack (von links). Foto: Mentasti

Braunschweig. Der Wohnungslosen-Tagestreff „Iglu“, die Musikschule Braunschweig, der Harxbütteler Wald, Bienenhotels in der Stadt oder das Jugendzentrum in Querum – sie alle profitieren vom Einsatz der Rotarier. Die Mitglieder der vier Braunschweiger Clubs spendeten im „rotarischen Jahr 19/20“ genau 153 400 Euro. Bei einer Pressekonferenz erzählten die drei Präsidenten und eine Präsidentin jetzt, was sie mit dem Geld bewirken konnten.

So unterschiedlich wie die Menschen in den Clubs, so unterschiedlich sind auch die Projekte, die gefördert werden: Kinder und Jugend, Wohnungslose, Kultur und Umweltschutz.
Fast ganz ohne Geld, nur mit „Hands-on-Mentalität“ macht sich Kristin Torka nützlich. Als Präsidentin der Rotary-Jugendorganisation Rotaract Braunschweig-Wolfsburg erzählte sie unter anderem vom jährlichen „Kidscamp“ und von der Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Querum. Getreu nach dem Motto „Lernen, helfen, feiern“ zeigen die 18- bis 32-jährigen jungen Menschen, was allein mit Einsatz und Begeisterung geleistet und bewegt werden werden kann.

Aber auch die „Alten“ sind gern bei „Rotary in Action“ aktiv, in diesem Jahr machte ihnen allerdings Corona einen Strich durch die Rechnung. „Eigentlich wollten wir die 12 000 Eichen, die wir für die Pflanzung im Harxbütteler Wald gekauft haben, eigenhändig pflanzen“, erzählt Lothar Stempin, Präsident RC Braunschweig. Aber – aus bekannten Gründen – fiel die gemeinsame Pflanzaktion aus.

Rotary wurde vor 115 Jahren in Chicago gegründet, heute gibt es mehr als 35 000 Clubs in mehr als 200 Ländern mit rund 1,2 Millionen Mitgliedern. Dementsprechend sind auch die Kontakte international. Beispielsweise engagiert sich der Club Heinrich der Löwe für den jüdisch-arabischen Kindergarten „Ein Bustan“ in Braunschweigs Partnerstadt Kiryat Tivon in Israel, Richmond unterstützt ein Landwirtschaftsprojekt in Sierra Leone. „Und 11 000 Euro zahlten unsere vier Clubs für die Unterstützung der Rotary-Aktion ‘End Polio Now’, mit der seit 1981 die Kinderlähmung in der Welt ausgerottet werden soll“, erzählt Lothar Stempin.

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