Harter Arbeiter für die Defensive

Basketball-Bundesliga: Die Löwen verpflichten Forward Henry Pwono

Auch offensiv soll Henry Pwono helfen. In Finnlands 2. Liga erzielte er zuletzt 18,3 Punkte pro Spiel. Aatu Heikkonen/oh

Braunschweig. Die Kaderplanung der Löwen-Basketballer geht allmählich ihrem Ende entgegen. Mit dem Amerikaner Henry Pwono hat der Erstligist und Playoff-Teilnehmer der vergangenen Saison heute seinen fünften Importspieler für die kommende Spielzeit vorgestellt. Bereits zu Wochenbeginn hatten die Löwen zudem bekannt gegeben, wer Cheftrainer Pete Strobl künftig an der Seitenlinie assistieren wird.

Der 2,01 Meter große Pwono, der morgen 28 Jahre alt wird, soll für die Braunschweiger auf beiden Forward-Positionen zum Einsatz kommen und darf wohl mit Fug und Recht als echter Wunschspieler Strobls bezeichnet werden. Geboren und aufgewachsen in Pittsburgh, hat Pwono bereits seit dem Jahr 2009 an Strobls dort ansässiger Basketballschule „The Scoring Factory“ trainiert. Der Trainer kennt den athletischen Amerikaner mit kongolesischen Wurzeln also bereits seit zehn Jahren und attestiert ihm vor allem mannschaftsdienliche Qualitäten.

„Henry ist der Typ von Spieler, den jeder Trainer gerne in seiner Mannschaft hat. Er ist ein harter Arbeiter, der mit seiner Intensität und Leidenschaft ein Team auf vielfältige Weise positiv beeinflusst“, sagt Strobl über den Neuen und lobt seine Defensivqualitäten: „Seine größte Stärke ist seine Fähigkeit, ein Spiel mit seiner Verteidigung zu verändern. Henry hat die Geschwindigkeit, Größe und Kraft, einer der besten Verteidiger in der BBL zu werden.“

Für ein Stirnrunzeln sorgt gewiss die auf den ersten Blick wenig beeindruckende sportliche Vita des Neuzugangs, der nach seiner Zeit am US-College (NCAA2) in Finnlands dritter und zweiter Liga und in der vierten Liga Italiens spielte. Noch bis Ende des Monats läuft Pwono für die Metro Pirates in der zweithöchsten Spielklasse Australiens auf – der Sprung aus diesen unterklassigen Ligen in die BBL ist gewaltig. Andererseits hatte auch ein DeAndre Lansdowne nie auf einem höheren Level als der 2. Liga ProA gespielt, ehe er 2017 zu den Löwen wechselte – und schnell zu einem Star der Bundesliga wurde.
Strobl wählt Gomez

Als Löwen-Co-Trainer und damit Nachfolger von Steven Clauss hat sich Pete Strobl den 30-jährigen David Gomez an die Seite geholt. Der Spanier war zuletzt als Cheftrainer der Young Rasta Dragons (Vechta/Quakenbrück) in der U19-Bundesliga (NBBL) tätig.

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