Harter Kerl mit weichem Kern | Neue Braunschweiger
30. Januar 2019
Sport

Harter Kerl mit weichem Kern

Bodybuilder Markus Rühl gibt bei seinem Besuch in Braunschweig wertvolle Tipps

Bodybuilder Markus Rühl während seines Besuchs im Vienna-Fitness-Studio am Sonntag (27.01.2019) in Braunschweig. Foto: Philipp Ziebart/BestPixels.de

Braunschweig. Tipps zum Bodybuilding, Ernährungsratschläge und Anekdoten aus seinem Leben: Im Vienna Fitness in der Petzvalstraße lauschten rund 80 Zuhörer gebannt, als Bodybuilder Markus Rühl aus seinem Leben erzählte.

Markus Rühl, „The German Beast“, wie er früher genannt wurde, genoss die Aufmerksamkeit sichtlich. Als ehemaliger Aktiver freut er sich über die aktuelle Popularität der ehemaligen „Prollsportart“, die durch den Fitnessboom der letzten Jahre auch wieder ordentlich Zulauf bekommen hat. Das kriegt auch Christian Haertle zu spüren. Der Boss der Hygia-Gruppe hat selbst lange „Eisen gebogen“, wie es in Fachkreisen heißt. In der Petzvalstraße hat er daher einen Extra-Bereich für künftige „Schwergewichte“ geschaffen. „Zu uns kommen auch immer mehr Frauen“, freut er sich über den positiven Imagewandel. „Wenn ihr erfolgreich sein wollt, besteht euer Leben nur noch aus dem Studio und knallharter Ernährung“, erklärt Kraftprotz Rühl und erhält zustimmendes Nicken.

Zwei Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht, so die Devise. „Und kauft bloß nicht diesen Kram aus der Werbung“, rät er und macht sich über einen Getränkehersteller lustig, der seine Schokomilch nun mit extra Eiweiß vermarktet, den hohen Zuckeranteil aber verschweigt. „Diabetes gab es früher kaum. Wir essen heute viel zu viele Produkte mit Kohlehydraten und Zucker. An zu viel Eiweiß ist noch keiner gestorben“, sagt das Kraftpaket.

Da muss auch Hygia-Holding Geschäftsführer Christian Haertle schmunzelnd zustimmen. „Markus ist unglaublich ehrlich und authentisch“, erklärt er. Früher war der 130-Kilo-Mann anders. „Wenn jemand neben mir trainiert hat bin ich wahnsinnig geworden, wollte meine Ruhe. Ich habe im Kino drei Plätze gekauft, damit keiner neben mir sitzt. Jetzt habe ich eine kleine Tochter. Da greife ich dann sogar mal zur Schokolade, wenn die kleine damit zu mir kommt“, erzählt der 46-Jährige freudig. Die Zuhörer lachen laut.

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