9. Oktober 2021
Sport

„Hatte mir mehr erwartet“

Eintracht-Trainer Schiele war mit Testspielerfolg nicht ganz zufrieden

Hans Anapak durfte als Testspieler gegen den HSV auflaufen. Foto: Sebastian Priebe/regios24

Braunschweig (red). So ganz zufrieden war Michael Schiele nicht, obwohl seine Mannschaft das Testspiel am Donnerstag gegen den Hamburger SV II mit 2:1 (2:0) gewonnen hat und er die erste Hälfte auch ganz gelungen fand.

„Ich hatte mir in der zweiten Hälfte aber schon mehr erwartet. Da hat der Gegner Druck gemacht, und wir haben nicht mehr das Läuferische gebracht, was man braucht, um dagegenzuhalten“, legte der Trainer von Eintracht Braunschweigs Drittliga-Fußballern trotz des Erfolgs über den Regionalligisten den Finger in die Wunde.

Während sich die Spieler, die am vergangenen Freitag einen Punkt beim 2:2 in Saarbrücken erkämpft hatten und in der kommenden Woche wahrscheinlich auch das Gros der Startelf im Heimspiel gegen Borussia Dortmund II stellen werden, in Zivilkleidung am Seitenrand des B-Platzes am Eintracht-Stadion einfanden, durften sich Martin Kobylanski, Benjamin Girth und Co. sowie Testspieler Hans Anapak beweisen.
Zunächst taten sie das auch ganz ordentlich. In den ersten 45 Minuten war bei der Eintracht gegen den Regionalligisten gutes Tempo drin. Vor etwa 150 Zuschauern waren die Löwen die spielbestimmende Mannschaft. Die erste gute Möglichkeit hatte per Kopf Innenverteidiger Philipp Strompf, der in Abwesenheit von Brian Behrendt und Michael Schultz auch einen guten Abwehrchef abgab. Kurz vor der Linie konnten die Hamburger den Ball klären (15.). Zehn Minuten später war das nicht mehr der Fall. Nach Vorarbeit von Luis Görlich stand Girth im Strafraum richtig und schoss den Ball zum 1:0 ein. Für den Stürmer, der verletzt einige Wochen ausgefallen war, ein kleiner Schub fürs Selbstvertrauen. Er gehört zu der Gruppe von Profis, die im Kampf um die Plätze in der Startelf im Moment etwas hinten dran sind und solche Tests zur Eigenwerbung nutzen müssen. Nur so können sie Schiele ins Grübeln bringen, etwas an seiner Startelf, die in den vergangenen Woche doch oft gleich aussah, zu ändern.

Einigen ist das vielleicht auch gelungen. Girth gehörte letztlich nicht dazu, was daran lag, dass ihm nach seinem Treffer nicht mehr so viel gelang. Auch Kobylanski konnte nur mit einem platzierten Kopfballtreffer zum 2:0 nach schöner Flanke von Kijewski für sich werben. Doch gerade in der zweiten Hälfte gelang dem Spielmacher nur noch wenig, in der 78. Minute verschoss er sogar einen Foulelfmeter. So wurde es zum Schluss noch einmal eng für die Blau-Gelben, da dem HSV in der 72. Minute durch Maximilian Großer der Anschlusstreffer gelungen war. Den Sieg brachten die Eintracht-Profis zwar über die Zeit, ihren Trainer haben sie aber nicht besonders animiert, an seiner Stammelf etwas zu ändern.

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