Heimtriumph fürs Selbstvertrauen

Basketball-Bundesliga: Der furiose 92:66-Sieg gegen Bamberg sollte den Löwen Aufwind geben

Mit vereinten Kräften versuchen die Löwen Tommy Klepeisz und Shaquille Hines (v. l.), Bambergs Nationalspieler Elias Harris am Korberfolg zu hindern. Foto: Agentur Hübner

Was für ein Basketballfest in der VW-Halle: Rund 3000 Zuschauer waren am vergangenen Sonntag Zeugen, als die Löwen sich mit einer beeindruckenden Vorstellung aus der Ergebniskrise warfen. Nach 40 begeisternden Bundesliga-Minuten stand es gegen das bis dahin ungeschlagene Spitzenteam aus Bamberg 92:66 (52:38).

Von Beginn an machten die Braunschweiger so richtig Dampf, sodass sich bereits nach dem ersten Viertel (26:17) lauter Jubel von den Rängen auf das Parkett ergoss. Und der Vorsprung wuchs weiter, kurze Läufe der überrumpelt wirkenden Bamberger wurden schnell gestoppt. „Es war defensiv unser bestes Spiel und es fühlt sich gut an, so eine Mannschaft bei 66 Punkten zu halten“, sah Löwen-Aufbau Joe Rahon den Schlüssel zum Sieg vor allem in der Verteidigung.

Wie das gesamte Löwen-Team zeigte der Aufbauspieler – vor allem auch defensiv – eine starke Leistung. Das Prädikat „herausragend“ verdienten sich wieder einmal Scott Eatherton (23 Punkte) und DeAndre Lansdowne (21 Punkte, 5 Dreier), Tommy Klepeisz glänzte mit neun Punkten und acht Assists ohne einen Ballverlust. Aber auch Bankspieler wie Neuzugang Shaquille Hines, der variabel und effektiv verteidigte, oder Center Lars Lagerpusch (7 Punkte, 6 Rebounds in nur elf Minuten) gefielen in ihren Rollen.

Nach der 14-Punkte-Pausenführung befürchteten die Löwen-Fans nach dem Seitenwechsel die bei einem Klasseteam wie Bamberg geradezu unvermeidliche Aufholjagd. Doch die blieb aus. Stattdessen setzte Lansdowne zehn Sekunden nach Wiederbeginn mit einem frechen Dreier zum 55:38 direkt das Zeichen, wie es nun weitergehen würde. „Coach Menz hat uns die ganze Woche positiv eingestimmt und wir haben sehr gut trainiert – das haben wir ins Spiel mitnehmen können“, lieferte Rahon (9 Punkte, 5 Assists) den Ansatz einer Erklärung, warum das Kellerkind fast über die gesamten 40 Minuten agierte wie ein Tabellenführer.

Der Trainer wollte die Höhe des Sieges gegen den von Doppelbelastung und Verletzungen geplagten Gegner nicht überbewerten, sparte aber auch nicht an Lob für seine Mannschaft, die 39 Prozent ihrer Dreier getroffen und sich gerade mal sechs Ballverluste erlaubt hatte. „Es war für die Spieler ein großer Befreiungsschlag“, sagte Frank Menz mit Blick auf die fünf Niederlagen zum Saisonstart. „Dieses Spiel gibt uns definitiv Selbstvertrauen.“

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