Hier feiert es sich besonders schön | Neue Braunschweiger
24. Dezember 2019
Tipps

Hier feiert es sich besonders schön

Till Burgwächter und Hardy Krüger zu ihrem Buch „Braunschweig’sche Weihnacht“

Till Burgwächter und Hardy Crueger outen sich als unbelehrbare Weihnachtsfestfans. Foto: oh

Braunschweig. Weihnachtszeit – Lesezeit. Wir hätten da mal einen Buchtipp für Sie – und zwar einen regionalen. Die Autoren Till Burgwächter und Hardy Crueger erzählen in ihrem Buch „Braunschweig’sche Weihnacht“ 24 kurzweilige Episoden über die vielfältigen Möglichkeiten, das Weihnachtsfest in der Löwenstadt zu zelebrieren. Welche das genau sind, berichteten uns die beiden gut gelaunt im Interview.

Alle Jahre wieder kommen neue Weihnachtsbücher auf den Markt. Warum sollte man Eures lesen?

Hardy: Ich denke mal, 99,9 Prozent der Bücher haben 1. nichts mit Braunschweig zu tun, erzählen 2. zumeist schöne und besinnliche Geschichten ohne Spannung und am heutigen Leben vorbei. Till: Weil wir die Weihnachtsgeschichte in unseren Storys komplett umschreiben und auch noch ins schöne Braunschweig verlegen. Das ist doch mal was.
Gleich Eure erste Kurzgeschichte ist „Weihnachten in Braunschweig“ betitelt und kreist um Buden, Shopping, Kinderchöre und die Flucht in alkoholische Getränke. Ist Weihnachten in der „Wichtelstadt Braunschweig“ wirklich so schlimm?
Hardy: Die hat Till geschrieben … Ich finde Weihnachten in Braunschweig toll! Vor vielen Jahren war ich mal zur Weihnachtszeit auf einer Fernreise. Das war schlimm. Die staubigen Plastik-Weihnachtsbäumchen in Kambodscha waren lieb gemeint, sicher, aber sie strahlten einfach nicht diese Würde, dieses heimelig-lauschige aus wie ihre Brüder zuhause in Braunschweig. Till: Ich möchte nirgendwo anders Weihnachten feiern als in Braunschweig. Wer weiß, ob andere Städte auch so tolle Buden haben. Das bedeutet aber nicht, dass man den einen oder anderen Auswuchs mit einem ironischen Lächeln im Gesicht aufzeigen darf.

Was ist Eure schönste Anekdote, die Euch passiert ist?

Hardy: Die eine gibt es für mich nicht. In jedem Jahr passiert doch etwas und sei es nur die überwiegende Freundlichkeit der Menschen zueinander. Till: Ich wurde mal mit dem Weihnachtsmann verwechselt. Vielleicht sollte ich meinen Bart so langsam doch mal färben.

Was verbindet Ihr mit dem Weihnachtsmann?

Hardy: Ich wusste von Anfang an, dass er ein Fake ist. Till: Ein Arbeitskollege meines Vaters musste mal einen für mich und meinen kleinen Bruder spielen. Besagter Kollege war aber fast zwei Meter groß, unglaublich breit und hatte dermaßen prägnante Gesichtszüge, dass ich ihn sofort erkannte. Mein Bruder heulte, weil ein roter Hulk bei uns im Kinderzimmer stand, ich musste lachen.

Was wünscht Ihr Euch dieses Jahr zu Weihnachten?

Hardy: Eigentlich Frieden auf der ganzen Welt. Da dieser Wunsch aber auf unabsehbare Zeit vergeblich ist, wäre ich auch schon mit mehr Liebe und Toleranz zufrieden. Till: Bartfärbemittel, eine vernünftige Weihnachtsserie und ein bisschen Ruhe.

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