Hoch hinaus: Weil stieg aufs Dach | Neue Braunschweiger
8. März 2020
Buntes

Hoch hinaus: Weil stieg aufs Dach

Ministerpräsident macht ein Schnupper-Praktikum bei Schornsteinfegermeister Detlef Bade

Ministerpräsident Stephan Weil (links) und Detlef Bade, Schornsteinfegermeister und Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, stiegen auf das Dach von Schäfers Ruh, um den Schornstein zu kehren. Foto: Maria Lüer

Mit schwarzem Zylinder und Kaminbesen sammelte Stephan Weil (SPD) am Mittwoch Erfahrungen als Schornsteinfeger. Zusammen mit Detlef Bade, Schornsteinfegermeister und Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, stieg der Ministerpräsident aufs Dach des Ausflugcafés Schäfers Ruh, das eine historische Feuerstätte betreibt.

In der Reihe „Arbeit und Dialog“ probiert der Politiker regelmäßig neue Berufe aus. Vor kurzem war er zum Beispiel als Paketbote unterwegs. Außerdem half der 61-Jährige auch schon in einem Medizinischen Versorgungszentrum oder bei der Stadtentwässerung als Probe-Arbeiter aus.

„Schornsteinfeger haben ein gutes Image, sorgen für Sicherheit und haben Zukunft“, stellte Weil während seines Einsatzes fest. Schließlich seien sie auch Heizungsexperten, die etwa bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielten. „Aufs Dach zu klettern, das hat mir besonders Spaß gemacht“, meinte Weil, nachdem er alle Aufgaben erfüllt hatte.

Kammerpräsident Bade hatte Weil nach Braunschweig eingeladen, als er von dessen „Schnupper-Praktika“ hörte. Bade will für seinen Beruf werben und ihn bekannt machen. Denn Fachkräftemangel gibt es auch bei den Schornsteinfegern. „Unser Job ist attraktiv und vielseitig“, betonte der Schornsteinfegermeister, „und vor allem hat er goldenen Boden.“ Wer heute eine gute handwerkliche Ausbildung mache, habe meist bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als mit einem durchschnittlichen Soziologiestudium, sagt Bade.

Ministerpräsident Stephan Weil (rechts) und Detlef Bade, Schornsteinfegermeister und Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Foto: Lüer
Ministerpräsident Stephan Weil. Foto: Lüer

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