Höchstleistungen schon bevor es losgeht

Zum ersten Mal in Braunschweig: Deutsche Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport

Tanzmariechen wie Jana Hammel vollbringen sportliche Höchstleistungen. Foto: Peter Sierigk

Braunschweig. Die Vorfreude ist groß, die Aufgabe ebenso: Am 30. und 31. März 2019 finden die 48. Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport in der Volkswagen-Halle statt. „Für uns ist das eine große Ehre“, sagt Cheforganisator Wolfgang Labersweiler. Denn obwohl Braunschweig karnevalistische Hochburg im Norden Deutschlands ist, eine Meisterschaft ist hier noch niemals ausgetragen worden.

Köln, Erfurt, Karlsruhe oder zuletzt Halle an der Saale waren Station der Meisterschaft – und nun also Braunschweig.
Eine Größenordnung, mit der die Karnevalisten nicht jeden Tag zu tun haben. „Wir haben bereits 2014 mit der Planung begonnen“, sagt Labersweiler. 2500 Tänzer werden zu den Meisterschaften erwartet und sie alle wollen in Braunschweig übernachten. In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing wurden deshalb schon frühzeitig entsprechende Hotelkontingente reserviert. In diesen Tagen laufen immer mehr Buchungen ein.

Auch das Besucherinteresse ist groß. „Der Sonntag ist schon fast ausverkauft, aber für den Sonnabend gibt es noch Karten“, sagt Labersweiler. Am Sonnabend treten die Tänzer unter 15 Jahren gegeneinander an, am Sonntag sind dann „die Großen“ dran. Es geht um die Titel im Mariechentanz, Paartanz, Garde- und Schautanz.
Sportlich haben sich die Braunschweiger Karnevalisten auf das Großereignis vorbereitet, indem alle drei Karnevalgesellschaften vor drei Jahren die Welfengarde gegründet haben, in der die besten Tänzer zusammen trainieren. Niedersachsenmeister ist die Welfengarde bereits geworden, trotzdem sind noch nicht alle Hürden für die Qualifizierung genommen.
Organisatorisches Dach für die Meisterschaften ist das Komitee Braunschweiger Karneval gGmbH, dessen Geschäftsführer Wolfgang Labersweiler ist. Viele organisatorische Fäden laufen auch so schon in seinen Händen zusammen. „Ich sage immer: Ich mache alles außer Zug.“ Und dann zählt Wolfgang Labersweiler auf: Planungssitzungen, Empfänge der Stadt, Biwak, Rosenmontag bis hin zur Schoduvelbeerdigung. Trotzdem wird sein Organisationstalent jetzt noch mehr gefordert, die Deutsche Meisterschaft ist eine große Nummer. „Fast ein Fulltimejob“, sagt Labersweiler. Unterstützung kommt zum Glück von allen Seiten, alle ziehen mit. „Es ist eine Meisterschaft der Regionen“, freut sich der Cheforganisator.

Karten können im Internet unter www.dm2019.de direkt gebucht werden.

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