7. August 2021
Sport

Hoffen auf den nächsten Pokal-Coup

Eintracht empfängt am Sonntag in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals den Hamburger SV

So war es im letzten Jahr in der 1. Runde des DFB Pokals: Martin Kobylanski jubelt mit Mannschaftskollegen nach seinem Tor zum 1:0 gegen Hertha BSC Berlin. Am Ende traf er dreimal und die Löwen gewannen mit 5:4 gegen den Bundesligisten. Foto: Darius Simka / regios24

Braunschweig. Gelingt den Löwen erneut eine Sensation im DFB-Pokal? Im Erstrundenmatch gegen den Hamburger SV (morgen 18.30 Uhr) möchte die Elf von Michael Schiele dem klassenhöheren Konkurrenten allzu gerne ein Bein stellen.
Im vergangenen Jahr hatten sich die Blau-Gelben überraschend mit 5:4 gegen den Bundesligist Hertha BSC durchgesetzt und einen verheißungsvollen Auftakt in eine später ernüchternde Spielzeit gefeiert. Diesmal verpatzten die Löwen den Heimauftakt gegen Viktoria Berlin mit 0:4 zwar deutlich, wollen im Bonusspiel gegen den ehemaligen Bundesliga-Dino vor erneut bis zu 7800 Fans aber Wiedergutmachung betreiben.
„Es gilt gegen den HSV und anschließend in Halle eine gute Leistung zu zeigen“, fordert Eintrachts Sportgeschäftsführer Peter Vollmann dazu auf, den Blick nach vorne zu richten, ohne Ausreden für das Debakel zu suchen: „Ich kann die Enttäuschung der Fans verstehen. Unsere Schwächen wurden uns aufgezeigt, allerdings ist nach einer Niederlage nicht gleich die ganze Saison gelaufen.“ Der 63-Jährige hofft außerdem, dass die Zuschauer im Eintracht-Stadion ein „wichtiger Faktor“ werden, was aus seiner Sicht aber nur bei einer entsprechenden Leistung funktionieren wird: „Versuchen die Jungs auf dem Platz alles, sind Kampf und Leidenschaft zu sehen, dann kommt auch die Unterstützung von den Rängen.“

Unter der Woche erhielt die Mannschaft von Michael Schiele nochmals Verstärkung. Stürmer Sebastian Müller (20 Jahre) und Mittelfeldmann Jomaine Consbruch (19 Jahre) wurden für eine Spielzeit von Bundesligist Arminia Bielefeld ausgeliehen, wo sie die komplette Saisonvorbereitung absolvierten, nun aber zwei Klassen tiefer Spielpraxis sammeln sollen. Fest verpflichtet wurde der Deutsch-Venezolaner Enrique Peña Zauner (21 Jahre), der zuletzt beim SV Sandhausen unter Vertrag stand.

Während Consbruch noch auf sein Bundesligadebüt warten muss, konnte Müller bereits zweimal im Oberhaus auflaufen und war in der Vorsaison an Zweitligist VfL Osnabrück ausgeliehen, mit dem er in der Relegation am FC Ingolstadt gescheitert war. „Er kann vorne sowohl auf den Flügeln als auch im Zentrum spielen, ist beidfüßig und verfügt über die technischen Qualitäten sowie die nötige Schnelligkeit für diese Positionen“, zeigt sich Vollmann zufrieden. Auch seinem alten und neuen Teamkollegen Consbruch traut der Fußball-Lehrer einiges zu: „Er ist ein sehr interessanter Spieler, der sich mit zunehmender Spielpraxis weiterentwickeln wird.“
Der venezolanische Juniorennationalspieler Zauner lief bereits in der Vorsaison bei den Kraichgauern unter Michael Schiele auf. „Enrique ist ein talentierter, offensiver Mittelfeldspieler, den unser Trainer sehr gut kennt“, freut sich Vollmann über die Verpflichtung des Flügelspielers, der 16 Einsätze für den SVS absolvierte. Offen ist, ob die Neuzugänge gegen die Hanseaten bereits ihre Feuertaufe im Löwentrikot bestreiten dürfen.
Für Vollmann ist die Mannschaft von Trainer Tim Walter erneut einer der heißesten Anwärter auf den „Platz an der Sonne“ in der zweiten Liga: „Der HSV ist ein Verein, der alles daran setzen wird im kommenden Jahr in der Bundesliga zu spielen. Das Team wurde entsprechend verstärkt und wird sich hier als Topmannschaft präsentieren.“ Den kurzfristigen Abgang von Toptalent Amadou Onana sieht er allerdings nicht als deutliche Schwächung an: „Ein Spieler allein kann ein Spiel nicht gewinnen, das geht nur wenn man sich als Mannschaft mit einer gewissen Gesamtqualität präsentiert.“

So könnten sie spielen : Fejzic – Nikolaou, Behrendt, Schultz – Kijewski (Schlüter), Henning, Krauße, Multhaup – Ihorst, Girth (Proschwitz), Kobylanski

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