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Hofmann sichert „Big Points“ in Aalen

Drittliga-Fußball: Eintracht landet Befreiungsschlag im Abstiegskampf – Trainer Schubert bremst Euphorie

Dreifacher Torschütze: Eintrachts Philipp Hofmann. imago

Braunschweig. Mit dem 3:1-Erfolg in Aalen landeten Eintrachts Drittliga-Fußballer im Abstiegskampf drei echte „Big Points“. Mit nunmehr vier Zählern Vorsprung auf die Nichtabstiegsplätze hat sich die Elf von André Schubert zwei Spieltage vor Schluss ein komfortables Polster erarbeitet und kann den Klassenerhalt schon beim Auswärtsspiel in Halle (Samstag 13.30 Uhr) perfekt machen.

Ein Sahnetag von Philipp Hofmann, der alle drei Treffer erzielte (4./44./56.) rückt die Verhältnisse beim feststehenden Absteiger Aalen zugunsten der Löwen schon in den ersten 60 Minuten zurecht, sodass der Anschlusstreffer von VfR-Kapitän Thomas Geyer (76.) keine Rolle mehr spielte.„Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen, die einen Tick besser geworden ist“, schlug der Eintracht-Coach nach der Partie jedoch bewusst leise Töne an.

Zwar hatten die Löwen ihre Hausaufgaben in der Fremde bravourös erledigt und den Abstand zur Abstiegszone vergrößert, dennoch hält die Konstellation im Keller vor den letzten beiden Spielen zahlreiche Szenarien bereit, auch die eines Abstiegs mit 44 Punkten. Für den 47-Jährigen gilt deshalb die Maxime, selbst „45 Plus X“ Punkte einzufahren, um vollständig auf der sicheren Seite zu stehen. „Noch haben wir keine 45 Punkte, vielleicht benötigen wir ja auch 46. Es gibt für uns überhaupt keinen Grund abzuschalten; wir sind noch nicht durch“, warnt er vor verfrühtem Jubel.

Trotz des Erfolges war ihm vor allem die fahrlässige Chancenverwertung seiner Elf ein Dorn im Auge: „In der Endabrechnung geht es um jedes Tor, die Tordifferenz kann entscheidend sein. Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass wir das Ergebnis klarer gestalten.“ So hatte es Marcel Bär an alter Wirkungsstätte nach einem Konter versäumt, den völlig frei stehenden Manuel Janzer zu bedienen (25.); auch Hofmann, der kurz vor Schluss allein auf weiter Flur mit einem Pfostentreffer sein viertes Tor verpasste, durfte sich von seinem Coach angesprochen fühlen.
Bei Schubert überwog dennoch die Freude über die Leistung des 26-Jährigen, dem in den vergangenen Wochen oft das Abschlussglück gefehlt hatte: „Es freut mich wahnsinnig für Hoffi. Er zeigt gute Leistungen und arbeitet unheimlich viel.“

Auch Robin Becker, der nach seinem Freispruch vor dem DFB-Bundesgericht mit einer blitzsauberen Vorstellung aufwartete, erhielt lobende Worte: „Er hat sich in dieser Saison toll entwickelt, vom Rechtsverteidiger ohne Stammplatz zu einem Innenverteidiger der in einer sehr beeindruckenden Art und Weise spielt. Darauf können wir und auch er selbst stolz sein.“

Für Schubert und seine Elf gilt es, sich nun auf die letzten beiden Saisonspiele zu fokussieren. Zunächst steht das Duell mit dem Halleschen FC an, der dringend auf einen Sieg angewiesen ist, um Restchancen auf die Relegation zu erhalten. Eine Woche später empfangen die Löwen zum Saisonabschluss den wiedererstarkten FC Energie Cottbus. „Halle will noch aufsteigen, und Cottbus besitzt eine Riesenqualität wie man beim Auswärtssieg in Uerdingen sehen konnte“, mahnt Schubert einmal mehr zur Vorsicht, das in den vergangenen fünf Monaten Aufgebaute nicht auf den letzten Metern zu ruinieren: „Wir spielen eine gute Rückrunde, das wissen wir, das bedeutet fürs nächste Spiel jedoch gar nichts. Auch wenn wir gute Voraussetzungen geschaffen haben, sind wir aktuell noch nicht durch.“

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