5. Juli 2019
Politisches

Hunderte zeigten „klare Kante“

Parteien, Bündnisse und Gewerkschaft demonstrierten gestern gegen rechte Gewalt

Das Bündnis gegen Rechts rief und viele kamen. Mehrere Hundert Menschen demonstrierten gestern auf dem Kohlmarkt und in der Innenstadt gegen rechte Gewalt. Foto: Birgit Wiefel

Innenstadt. 150 Kilometer Luftlinie sind es nach Kassel – und doch ist die Stadt im Moment ganz nah. Als Reaktion auf die Ermordung von Regierungspräsident Walter Lübcke gingen am Freitag mehrere Hundert Menschen auf die Straße.

Unter dem Motto „Wir alle gegen den rechten Terror“ zogen Vertreter der Fraktionen, Landespolitiker, das Bündnis gegen Rechts und Gewerkschaften vom Kohlmarkt aus durch die Innenstadt. Das Ziel: Ein Zeichen setzen gegen rechte Bedrohungen und Gewalttaten.

„Diese Debatte müssen wir in die Mitte der Gesellschaft tragen“, forderte Oberbürgermeister Ulrich Markurth und nannte dem Mord an Walter Lübcke und die Schmähkommentare im Netz „widerlich und perfide“.

Für die Demonstration gab es neben dem Fall Lübcke auch einen aktuellen Anlass. Vergangene Woche hatte David Janzen, Sprecher des Bündnisses gegen Rechts, eine Morddrohung erhalten. Als Absender bekannte sich die Neonazi-Gruppe „Adrenalin Braunschweig“.

Christos Pantazis, Vorsitzender der SPD Braunschweig, forderte vor diesem Hintergrund auch eine schärfere Gesetzgebung für politisch motivierte Straftaten. „Bei rechter Gewalt gibt es keinen Toleranzspielraum“, so der SPD-Chef.

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