10. Juli 2021
Sport

HYGIA verkauft an das FITNESSLAND

Christian Haertle gibt nach zwölf Jahre im Fitnessgeschäft auf – Grund ist die Coronakrise

Christian Haertle hat das Hygia verkauft. Foto: Christian Haertle

Braunschweig. Das ist mal eine Nachricht: Die Premium-Fitnesskette HYGIA wird vom Braunschweiger Unternehmen FITNESSLAND übernommen. Das erklärte der Geschäftsführer der HYGIA-Gruppe, Christian Haertle, nach der notariellen Vertragsunterzeichnung mit FITNESSLAND-Geschäftsführer Dominik Horn in Braunschweig.

„Die Corona-Krise hat uns mit seinen beiden Lockdowns und rund neun Monaten geschlossenen Studios sehr hart getroffen, dazu kommt der Neubau des HYGIA 2.0 mit einem Invest von über zehn Millionen Euro € und der Eröffnung Anfang 2020, heißt es in der Pressemitteilung. „Sechs Wochen nach der Eröffnung folgte der 1. Lockdown, aus dem wir gestärkt und motiviert zurückgekommen sind“, sagt Christian Haertle. „Anfang November folgte dann der zweite Lockdown mit rund sechs Monaten. Staatliche Hilfen erfolgten für den ersten Lockdown gar nicht, für den zweiten stark verspätet, beziehungsweise bekamen wir von den Überbrückungsgeldern III bisher als Abschlag weniger als 20 Prozent.“
Die Corona Krise habe ihn um rund zwei Jahre zurückgeworfen.

Dominik Horn, Geschäftsführer des FITNESSLAND. Foto: Nizar Fahem

„Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe für mich entschieden, mich nach zwölf Jahren aus der Branche zurückzuziehen“, sagt Christian Haertle, Gründer und Geschäftsführer der HYGIA-Gruppe über den Verkauf. „Die Marke HYGIA wird unter Dominik Horn und dem Braunschweiger Unternehmen FITNESSLAND in meinem Sinne als Premiumstudio weitergeführt.“

Antje und Christian Haertle haben das „HYGIA“gemeinsam gerockt. Archivfoto: Ingeborg Obi-Preuß

Auch seinen Mitarbeitern hat Christian Haertle erst am Tag der Vertragsunterzeichnung vom Verkauf erzählt. „Es war sehr emotional“, sagt Haertle, „es gab Tränen.“ Auch ihm fiel die Entscheidung schwer. „Ich habe mich lange mit meiner Frau beraten, wir gehen diesen Schritt gemeinsam.“ Mit der „Brechstange“ wäre es auch noch weitergegangen. „Aber auf Kosten meiner Gesundheit“, sagt Haertle, „und auf Kosten meiner Ehe.“

Und das wollten beide nicht riskieren. „Antje wird Schulleiterin im Herbst, sie hat mich all die Jahre immer unterstützt, jetzt kann ich etwas zurückgeben“, sagt der Ehemann. Zunächst steht ein Pause an. „Wir fahren den August über nach Wien, um uns zu erholen, die Batterien aufladen.“
Und später? „Für die Rente bin ich ja noch zu jung“, lacht der 52-Jährige. Seine Corona-Teststationen wird er weiter betreiben. Und was die Zukunft noch bringt, lässt er in Ruhe auf sich zukommen.

 

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