Hyper, Hyper: Glogo & Steffens

Kolumne von Peter Schanz - Teil 2

Ministerpräsident Gerhard Schröder und Innenminister Gerhard Glogowski. Archiv-Foto: Bernward Comes

Zur Einstimmung auf das neue musikalische Navigationssystem durch die 90er Jahre, gehen wir mit Peter Schanz auf Zeitreise.

Gleich in 1990 mussten wir Braunschweiger unseren OB abgeben: Gerhard Glogowski, der nicht zuletzt wegen seiner ausgeprägten Bunthündigkeit von der Bevölkerung sehr verehrt wurde, wechselte in die niedersächsische Landesregierung und wurde Innenminister.

Sein Nachfolger Werner Steffens verfügte nicht über das Naturell, an die legendäre Feierbereitschaft Glogos anzuknüpfen. So ist er heute bei vielen Braunschweiger*innen geradezu vergessen, obwohl er die kompletten 90er-Jahre über so unaufgeregt wie effektiv unsere Stadt lenkte.

Peter Schanz kehrt mit „Hyper! Hyper!“ nach Braunschweig und ins Große Haus des Staatstheaters zurück. Foto: Bo Lahola

Dabei blieb er völlig affärenfrei, was Gerhard G. nicht so recht gelingen sollte, der 1998 als Ministerpräsident Gerhard Schröder nachfolgte, welcher wiederum als neuer Bundeskanzler den ewigen Helmut Kohl beerbte. Glogo blieb nur dreizehn Monde Präsident. Dann führte eine bald „Edelsause“ genannte Verkehrs-AG-Party in der Stadthalle zu Erschütterungen im Landtag und in den Medien.

Während auf Bundesebene zeitgleich die CDU im Spendensumpf versank, trat Glogowski auch wegen anderer schwer erklärbarer oder auch nur schlecht erklärter Vorkommnisse zurück. Am Ende aber war es Werner Steffens, dem eine Torte ins Gesicht flog. Doch damit reihte er sich ein in prominente Gesellschaft mit Helmut Kohl (Eier) und Joschka Fischer (Farbbeutel).

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