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„Ich sehe mich als Verfechter eines konstruktiven Fußballs und bevorzuge mutiges Kombinationsspiel“

Der neue Eintracht-Trainer André Schubert über seine Entscheidung für Eintracht, seine Spielphilosophie und die emotionale Situation

André Schubert. Foto: Peter Sierigk

Braunschweig. Der neue Eintracht-Trainer André Schubert über…

…seine Entscheidung für Eintracht.
„Wer meinen Lebensweg verfolgt hat weiß, dass ich immer die Dinge gemacht habe, von denen ich überzeugt bin. Natürlich weiß ich, welche Aufgabe als Tabellenletzter vor uns liegt,andererseits ist Eintracht nicht der typische Drittligist. Der Verein besitzt nicht nur eine große Tradition sondern auch hervorragende Möglichkeiten. Im Laufe der letzten Jahre wurden hier in der ersten und zweiten Liga Strukturen aufgebaut, die sehr professionell sind. Man kann hier sehr gut arbeiten und es gibt eine große Fanbasis, so dass die mittel- und langfristigen Perspektiven sehr gut sind. Wichtig war mir, in den persönlichen Gesprächen einen positiven Eindruck zu erhalten und Vertrauen zu spüren. Die Aufgabe reizt mich, weil ich weiß, dass ich Spaß daran haben werde und etwas entwickeln darf.“

…die augenblickliche Situation der Mannschaft.
„Den Kader und die bisherigen Ergebnisse habe ich mir bereits angeschaut und analysiert. In den kommenden Tagen werde ich mir ein intensives Bild verschaffen und habe bereits mit einigen Spielern und dem Mannschaftsrat gesprochen. Man sieht, dass nach Gegentoren momentan die Sicherheit fehlt, mit der Situation umzugehen. Die Mannschaft hat technisch ein gutes Potenzial, macht die Sache auch taktisch ordentlich und hat gegen Lotte in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gezeigt.“

…seine kurzfristige Herangehensweise.
„Wir müssen mit dem notwendigen Ernst an die Sache herangehen, gleichzeitig aber auch eine positive Stimmung entwickeln und das, was in den letzten Wochen passiert ist, ein Stück weit abschütteln. Glücklicherweise haben wir momentan eine Länderspielpause, in der man gut und intensiv arbeiten kann. Es ist eine schwierige Situation, das liegt nicht nur am Tabellenstand sondern auch daran, dass in den kommenden fünf Spielen auf die ersten drei Mannschaften in der Tabelle treffen. Das ist schon ein echtes Brett. Wir müssen jetzt intensiv arbeiten, damit wir im Spiel bei 1860 München eine gute Leistung zeigen können.“

….den Trainerwechsel.
„Ein Trainerkollege wurde beurlaubt, das ist eine blöde Situation. Der Trainer ist nie der einzige, der etwas falsch gemacht hat, sondern die Stellschraube ist es, an der man am einfachsten und schnellsten drehen kann. Alle im Verein spüren Verantwortung, das habe ich in den bisherigen Gesprächen mit Spielern, Mannschaftsrat und den anderen Mitarbeitern gemerkt. Jeder muss schauen, dass er die Dinge in seinem Bereich etwas besser machen kann, so wollen wir die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges vergrößern. Glück können wir nicht erzwingen, allerdings werden wir an allen Dingen, die den Erfolg wahrscheinlicher machen, arbeiten und hoffen, dass sich das in der Tabellen niederschlägt.“

…seine Spielphilosophie.
„Ich habe eine gewisse Vorstellung wie wir spielen und fange an, der Mannschaft zu vermitteln, wie ich Fußball verstehe. Ich sehe mich als Verfechter eines konstruktiven Fußballs und bevorzuge mutiges Offensiv- und Kombinationsspiel statt langer Bälle.“

…die emotionale Situation im Verein.
„In allen Gesprächen habe ich gemerkt, dass die Vergangenheit und eine daraus abgeleitete Erwartungshaltung eine große Rolle spielt. Viele Persönlichkeiten, allen voran Torsten Lieberknecht, haben hier in den vergangenen Jahren Großes aufgebaut und tolle Rahmenbedingungen geschaffen. Man merkt das nicht nur bei den Spielern, sondern auch beim Umfeld und Fans, wo sich durch die längere Negativphase Ängste entwickelt haben. Emotionen spielen eine wichtige Rolle, von daher ist es nachvollziehbar, dass die Fans Angst vor dem Absturz in die Regionalliga haben. Wir müssen uns darauf konzentrieren, unsere Kräfte zu bündeln, deshalb kann ich die Fans nur bitten „Steht hinter der Mannschaft, wie eine Eins und feuert sie an.“

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