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„Ich spiele sehr hart und gebe in jeder Sekunde 110 Prozent“

Basketball: Löwen-Neuzugang Christian Sengfelder im NB-Gespräch

Neu im Löwenrudel: Christian Sengfelder. Foto: Hübner

Von Christoph Matthies, 17. August 2018
Braunschweig. Das Wort „Glücksgriff“ hat man im Zusammenhang mit Christian Sengfelder zuletzt oft gehört. Dem Neuzugang der Basketball Löwen gelang es im Juli, sich zum vielleicht wichtigsten Spieler der deutschen A2-Nationalmannschaft aufzuschwingen. Die NB sprach mit dem 23-jährigen Power Forward.

?Herr Sengfelder, Sie haben, wie auch ihre Löwen-Kollegen Luis Figge und Bazou Koné, jüngst drei Turniere mit der A2-Nationalmannschaft bestritten. Kann es nach hinten raus nicht gefährlich werden, wenn man sich fast gar keine Sommerpause gönnt?

!Ich glaube, dass es mental irgendwann im Laufe der Saison ein kleines Tief geben könnte. Aber wenn man da präventiv arbeitet, sich richtig ernährt und professionell verhält, dürfte es körperlich kein Problem sein. Ich bin hier wie auch mit der Nationalmannschaft und zuletzt am College in bester medizinischer Betreuung. Da mache ich mir also keine Sorgen.

?Als Debütant bei der A2 sind Sie direkt Topscorer des Sommers geworden. Denkt man da vielleicht auch schon mal an die „echte“ Nationalmannschaft?

!Erstmal freue ich mich darauf, im nächsten Sommer mit der A2 bei der Universiade in Neapel anzutreten. Das ist ein tolles Turnier, ein bisschen wie die Olympiade. Langfristig ist es aber schon mein Ziel, auch mal bei der A-Nationalmannschaft anzugreifen. Aber die haben sehr gute Spieler, und der Kader ist gerade auf den großen Positionen sehr tief. Das wird schon schwierig.

?Nach vier Jahren an zwei US-Colleges sind Sie neu bei den Löwen und in der Bundesliga. Was sind Sie für ein Spielertyp?

!Ich bin ein Vierer, der ein bisschen werfen und im Post spielen kann. Ich würde sagen, dass ich sehr hart spiele und in jeder Sekunde 110 Prozent gebe. Außerdem kann ich den Ball rebounden, und so versuche ich meinem Team zu helfen.

?Löwen-Assistenztrainer Steven Clauss bescheinigt Ihnen einen hohen Basketball-IQ. Was könnte er da im Detail gemeint haben?

!Ich glaube, ich kann ganz gut antizipieren, wie sich das Spiel bewegt, in welche Richtung es geht. Dementsprechend kann ich mich dann in vernünftige Positionen bringen, um dem Team zu helfen. Sei es, dass ich den Ball weiter passe oder ihn selber reinlege. Auch defensiv hilft es mir, spezielle Zuordnungen besser zu sehen und zu switchen, damit keine Mismatches entstehen.

?Trainer Frank Menz hat angedeutet, dass Sie die Position übernehmen könnten, die zuletzt Tim Schwartz spielte. Liegt Ihnen die Rolle des großen Flügels, der mit Dreiern das Feld breitmacht?

!Ja. Das ist die Rolle, in der ich mich langfristig sehe und in der ich mich in der Bundesliga etablieren möchte.

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