15. April 2022
Buntes

Ihre Hasen hoppeln auch am Strand

Unsere Titelbild-Künstlerin Amalia Sophie liebt die Langohren zu jeder Jahreszeit

Amalia Sophie Eberling hat ein großes Herz für Häschen. Foto: Privat

Braunschweig-Watenbüttel. Wann immer die NB zu einer Malaktion aufruft – es ist bestimmt auch Post von Amalia Sophie Eberling dabei. Für uns malte sie schon Tannenbäume mit viel Flitter oder ein Häschen unter einem dicken blauen Herzen. In diesem Jahr dürfte die Freude bei ihr besonders groß sein, denn ihr Osterbild hat es auf die Titelseite der NB geschafft.

Natürlich hätten wir der jungen Künstlerin aus Watenbüttel gerne persönlich gratuliert, aber sie ist gerade verreist und zu Besuch bei der Oma. So muss Mama Natalie ran. „Zwei Wochen nachdem der Krieg in der Ukraine angefangen hatte, lasen wir in der NB den Malaufruf“, erzählt Natalie Eberling. Das Motiv lag fast auf der Hand. „Es sollte von Frieden handeln“, schlug die Mama der Familie vor und stieß sofort auf Begeisterung. „Genau!“, kam es einstimmig.
Gesagt, getan: An einem Samstagnachmittag griffen Natalie und Amalia Eberling zu einem Blatt Papier und Buntstiften und malten drauflos – jede an ihrem eigenes Bild versteht sich.

„Wie immer zeichnete Amalie zuerst einen Hasen“, lacht die Mama am Telefon. Nicht unbedingt, weil zu einem Osterbild nun mal der Osterhase gehört, sondern weil Amalia Häschen über alles liebt. „Sie setzt sie auch in Sommerbilder – an den Strand, beim Tauchen, ganz egal“, verrät Natalie Eberling. Nach drei Stunden waren die Kunstwerke fertig und wurden zusammengeführt.

Der Wunsch nach Liebe, Friede und Freude – er hat in der Familie in diesen Zeiten eine ganz besondere Bedeutung, denn Mama Natalie stammt aus Russland, genauer vom Schwarzen Meer. „Ich habe selbst viele ukrainische Freunde. Es macht mich traurig, was dort zurzeit passiert“, sagt sie. Mit dem Bild wollte sie deshalb bewusst eine Tradition aufgreifen, die sie von zu Hause kennt. „Rund um den 9. Mai malten wir Kinder immer Bilder zum Weltfrieden“, erinnert sich Natalie Eberling an ihre Schulzeit. Und genau das wünscht sich die Familie jetzt auch …

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