Im Derby Rückenwind mitnehmen | Neue Braunschweiger
2. Oktober 2020
Sport

Im Derby Rückenwind mitnehmen

Eintracht trifft am Samstag (13 Uhr) auf Hannover 96 – Putaro kann den Verein verlassen

Benjamin Kessel (links) und Eintracht wollen den Derby-Sieg klarmachen. Foto: Simka/regios24

Braunschweig. Auch in Corona-Zeiten elektrisiert das Niedersachsenderby am Samstag um 13 Uhr die Eintracht-Fans. Auf ihren Anhang werden die Löwen beim Spiel in der HDI-Arena gegen die „Roten“ allerdings verzichten müssen, lediglich 10 000 Heimfans werden die Partie im weiten Rund des Stadions verfolgen können.

„Jeder kennt die Bedeutung des Spiels. Allerdings müssen wir uns auf uns konzentrieren und nicht von Nebenkriegsschauplätzen im Vorfeld ablenken lassen, die bei Derbys immer eine Rolle spielen können“, erklärt Eintracht-Geschäftsführer Peter Vollmann wohlwissend, dass ein Derbysieg beiden Teams den so wichtigen Rückenwind in der Anfangsphase der Spielzeit verschaffen würde. „Jeder will etwas holen, für uns geht es darum die optimale Einstellung zu finden, was die taktische und kämpferische Linie angeht. Außerdem müssen wir die Fehlerquote klein halten.“

Die Favoritenrolle sieht der 62-Jährige klar verteilt: „Für uns steht der Klassenerhalt über allem, während dort eine deutlich andere Erwartungshaltung herrscht. Hannover ist ein ambitionierter Club, der immer das Ziel haben muss, oben dabei zu sein.“

Neben Patrick Kammerbauer (Sehnenriss im Arm) wird auch Niko Kijewski nach seinem gegen Kiel erlittenen Kreuzbandriss fehlen. Für die Blau-Gelben ist der monatelange Ausfall des Stammspielers Anlass zum Abwägen, ob bis zum Transferschluss am kommenden Montag noch Ersatz verpflichtet wird oder die Alternativen im eigenen Kader gesichtet werden. „Der Zeitraum bis Montag ist sehr kurz; bis dahin einen neuen Spieler zu verpflichten, der Niko mindestens gleichwertig ersetzt, ist schwierig“, gibt sich Vollmann dahingehend skeptisch.
Außer Lasse Schlüter, der zuletzt nicht im Kader stand, findet sich auf den ersten Blick jedoch auch kein weiterer nomineller Linksverteidiger im Kader: „Unser Trainer wird aufgrund der Trainingseindrücke sicherlich eine personelle Lösung finden oder versuchen, die Position mit taktischen Veränderungen anders darzustellen als mit Niko.“ Ein Kandidat könnte neben Schlüter auch Niko Klaß sein, der diese Position in der Vergangenheit bereits bekleidet hatte und gegen Kiel sein Zweitligadebüt feiern konnte: „Er hat den Vorteil, Linksfuß zu sein, und er hat es in der Vorbereitung ordentlich gemacht. Allerdings dürfen wir von ihm keine Wunderdinge erwarten. Letztlich entscheidet aber unser Trainer.“

Leandro Putaro spielt in den personellen Erwägungen der Löwen hingegen keine Rolle mehr. Dem Offensivmann und seinem Berater wurde von Meyer und Vollmann mitgeteilt, dass der 23-Jährige sich kaum Einsatzchancen ausrechnen dürfe: „Wir haben ihm deshalb einen Vereinswechsel empfohlen, letztlich muss Leandro entscheiden, ob er dahingehend Möglichkeiten sieht“, so der 62-Jährige.

So könnten sie spielen: Dornebusch – Wydra, Schultz, Kessel – Schlüter (Klaß), Nikolaou, Ben Balla (Kroos), Wiebe – Kobylanski – Bär (Abdullahi), Kaufmann.

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