Im Westen ist die Kultur zu Hause

Vereinsname „Kultur für alle“ ist Programm – Schlüsselübergabe für soziokulturelles Zentrum

Oberbürgermeister Ulrich Markurth (in heller Hose) überreicht den symbolischen Schlüssel an den Verein Kultur für alle. Foto: Sierigk

Westliches Ringgebiet (mak). Ende gut, alles gut: Gestern hat Oberbürgermeister Ulrich Markurth dem Verein Kultur für alle symbolisch den Schlüssel für das neue Zentrum am ehemaligen Westbahnhof überreicht. Damit kann nun die Kultur einziehen.

Wie sich am Freitag zeigte, sind die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Darüber freute sich nicht nur der Oberbürgermeister. Das Freizeit- und Bürgerzentrum mit seinen Räumen für vielfältige Initiativen im Bürgerpark war schmerzlich vermisst worden. „Nach fast zwei Jahrzehnten wird eine kulturelle Lücke in Braunschweig endlich geschlossen“, sagte Markurth. „Der lang erwartete Ort für soziale, kulturelle und bildungsrelevante Veranstaltungen ist nunmehr geschaffen worden. Darüber freue ich mich sehr – und mit mir unzählige Braunschweigerinnen und Braunschweiger.“

Der von der Stadt mit dem Betrieb des Zentrums beauftragte Verein hat nun Zeit, in das Gebäude einzuziehen, sich mit diesem vertraut zu machen und die Betriebsabläufe zu proben, bis dann mit einem Eröffnungsfest und großen Tag der offenen Tür am Freitag, 20. September, die Fertigstellung des Soziokulturellen Zentrums und seine vollständige Inbetriebnahme gefeiert werden kann.

Bei diesem von der städtischen Kulturverwaltung organisierten Fest soll die Öffentlichkeit einen ersten Eindruck von dem Potenzial dieses neuen Kulturortes bekommen, der in Anlehnung an den Betreiberverein zukünftig „KufA-Haus – Soziokulturelles Zentrum“ heißen soll.

2002 war das damalige Freizeit- und Bildungszentrum im Bürgerpark geschlossen und später abgerissen worden. Die Entscheidung zum Bau des Soziokulturellen Zentrums traf der Rat im Jahr 2016.
Der Verein KufA übernimmt die vordere Gebäudehälfte im Komplex Westbahnhof 13. Die Stadt hat sie von der Westand GmbH langfristig angemietet und stellt sie dem Verein zur Verfügung. Auf einer Fläche von insgesamt circa 1500 Quadratmetern steht nach vollständiger Betriebsaufnahme insbesondere ein Veranstaltungssaal für 300 Personen mit Gastronomiebereich zur Verfügung. Er soll zukünftig den erheblichen Bedarf nach Auftrittsflächen in dieser Größenordnung in großem Umfang abdecken.

Ähnlich wie im Freizeit- und Bildungszentrum wird der Verein weitere Räumlichkeiten nutzen können. Die Kulturarbeit des Vereins unterstützt die Stadt durch eine jährliche Kulturförderung und übernimmt Miete und Betriebskosten gegenüber dem Investor Westand GmbH, der im hinteren Teil des Gebäudekomplexes ein Veranstaltungszentrum betreibt.

Der Plan: Letzte bauliche und technische Abnahmen erfolgen in der ersten Septemberwoche. Erste Veranstaltungen im Soziokulturellen Zentrum sind für die Zeit danach geplant.
Die geschäftsführenden Vorstände der KufA, Bernd Müller, Markus Wiener und Oliver Ding, erklärten zur Schlüsselübergabe: „Wir sind froh, dass unser langjähriges soziokulturelles Engagement von der Stadt gesehen und in der Form honoriert wird, dass wir unsere Arbeit von nun an von hier aus fortsetzen können. Wir können nun mit unserer Kulturarbeit im Quartier beginnen, denn das Soziokulturelle Zentrum bietet genau die räumlichen und technischen Voraussetzungen, die wir für unsere Arbeit benötigen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern am 20. September dieses hervorragend gelungene Gebäude zu feiern.“

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