„In allen Punkten nächsten Schritt machen“ | Neue Braunschweiger
15. Januar 2020
Sport

„In allen Punkten nächsten Schritt machen“

Trainer Antwerpen arbeitet vor dem Punktspielstart am Feinschliff – Bürger kämpft weiter um Vertrag in Würzburg

Trainer Marco Antwerpen während des Heimspiels gegen Magdeburg. Foto: Christian Schroedter/imago

Braunschweig. Nach einwöchigem Aufenthalt in der Türkei sind die Löwen zu Wochenbeginn nach Braunschweig zurückgekehrt. Zuvor hatte die Mannschaft von Marco Antwerpen am vergangenen Sonntag zwei Testspiele bestritten und nach einer 0:2-Niederlage gegen Universitatea Craiova einen 2:1-Erfolg gegen den FC Vaduz eingefahren.

„Alle haben Gas gegeben, waren fleißig und haben das Programm hart durchgezogen“, zog der Eintracht-Coach ein positives Fazit über den Aufenthalt in Belek. In den Tests hatte der 48-Jährige darauf verzichtet durchzuwechseln und stattdessen fast alle Akteure 90 Minuten durchspielen lassen. Lediglich die Ersatzkeeper Marco Engelhardt und Yannik Bangsow hatten sich die Partie gegen Vaduz „geteilt“, die Eintracht nach Treffern von Nick Proschwitz (21.) und Marcel Bär (24.) sowie einem späten Gegentor von Dominik Schwizer (87.) für sich entscheiden konnte.

Neben den Testspieleindrücken nahm Antwerpen weitere wertvolle Erkenntnisse mit auf den Heimweg. „Es war sinnvoll wegzufahren, hier vor Ort gute Bedingungen zu haben und eine ganze Woche intensiv mit der Spielern zu arbeiten“, so der Eintracht-Coach, der außerdem einen Schritt nach vorne im „Zusammenwachsen der Mannschaft und dem Trainerteam“ sah, nachdem der eng getaktete Spielplan in der Vorweihnachtszeit ein intensiveres Kennenlernen zuvor nicht ermöglicht hatte.

Im fußballerischen Bereich ging es vor allem darum, sich mit Antwerpens Spielphilosophie vertraut zu machen; der 48-Jährige setzt unabhängig vom System auf bestimmte „Spielprinzipien“, die er ab dem Spiel gegen 1860 München umgesetzt sehen möchte. „Natürlich muss das Spielsystem stimmig sein, teilweise wird Fußball aber im Detail entschieden; wie ist das Anlaufverhalten der einzelnen Spieler, wie agieren wir in den Zweikämpfen oder wie sind Ballkontrolle und Passqualität“, erklärt der Eintracht-Trainer, der in den kommenden beiden Wochen an der Feinabstimmung arbeiten möchte: „In allem Punkten wollen wir den nächsten Schritt machen. In ein paar Spielen haben wir ein paar Dinge ganz gut gemacht, können aber nicht sagen, dass wir mal ein ganzes Spiel eine richtig gute Leistung gebracht haben. Daran sieht man, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, die wir in den nächsten zwei Wochen angehen werden.“ Dabei helfen soll ein Test gegen den Ligakonkurrenten 1. FC Magdeburg, der am kommenden Samstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll.

Bereits heute versucht Leon Bürger, sich für einen Vertrag bei den Würzburger Kickers zu empfehlen. Der Mittelfeldmann soll im spanischen Trainingslager der Franken zu seinem zweiten Testspieleinsatz kommen, bevor über eine Verpflichtung entschieden wird. In einem ersten Test hatte FWK-Coach Michael Schiele dem 20-Jährigen laut „Mainpost“ zwar gute Ansätze bescheinigt, aber auch geäußert, dass er „eher ein Mann für die Offensive sei“ und an seinem Abwehrverhalten arbeiten müsse. Letzteres hatte auch Eintrachts Ex-Coach André Schubert davon abgehalten, Bürger in der vergangenen Rückserie einzusetzen, obwohl er ihn im Frühjahr als „super Fußballer“ bezeichnet hatte.

Eintracht gegen Vaduz: Engelhardt (46. Bangsow) – Amade, Ziegele, Burmeister, Goden – Pfitzner – Bär, Putaro, Schwenk, Feigenspan – Proschwitz.

Eintracht gegen Craiova: Fejzic – Kijewski, Nkansah, Becker, Kessel – Wiebe, Fürstner, Kammerbauer – Kobylanski, Otto – Ademi.

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