13. Februar 2021
Gesundheit

In der Stadthalle wird ab sofort gepikst

Seit Mittwoch werden hier die über 80-Jährigen geimpft – Wintereinbruch behindert Lieferung

Seit dieser Woche wird im Impfzentrum in der Stadthalle geimpft. Foto: Peter Sierigk

Braunschweig (bw). Dr. Thorsten Kornblum ist erleichtert. „Ich bin froh, dass wir nun endlich auch außerhalb der Alten- und Pflegeheime Senioren die Schutzimpfung gegen Corona anbieten können“, sagte der Leiter der Task Force „Impfzentrum“ am Mittwoch.

Rund 160 Braunschweiger über 80 Jahre erhielten an diesem Tag in der Stadthalle den Piks. Dafür wurde eine der insgesamt acht Impfstraßen in Betrieb genommen. „Wir fahren derzeit auf Sicht“, sagte Dr. Kornblum und hofft, die Anzahl der Impfungen erhöhen zu können, wenn entsprechende Mengen zur Verfügung stehen. Denn angesehen von den wochenlang ausbleibenden Lieferungen hat der aktuelle Wintereinbruch die Lage zusätzlich verkompliziert. Durch die Schneemassen musste das Land Lieferungen an einige Impfzentren – darunter auch Braunschweig – verschieben. „Da noch genug Impfdosen vorrätig waren, wurde dadurch der heutige Start nicht gefährdet“, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Die ersten Braunschweiger über 80 Jahre werden seit Mittwoch in der Stadthalle geimpft. Foto: Stadt Braunschweig/Daniela Nielsen

Seit Mitte Dezember steht das Impfzentrum in der Stadthalle in den Startlöchern. Bislang waren von hier aus nur die mobilen Impfteams im Einsatz. Die Abläufe für den Tag X wurden allerdings immer wieder geprobt. Taskforceleiter Dr. Torsten Kornblum bat dennoch um Verständnis, wenn es „ruckeln“ sollte. „Das Impfzentrum muss flexibel seine Abläufe darauf einstellen, wenn gar keine oder weniger Dosen geliefert werden und dann gegebenenfalls weniger Impfungen anbieten.“ Und: Die Impfung der etwa 16 000 Braunschweiger über 80 Jahren werde auf alle Fälle einige Wochen Zeit brauchen, zumal der AstraZeneca-Impfstoff für sie nicht verwendet werden könne. „Insofern müssen viele sich jetzt erstmal mit einem Platz auf der Warteliste begnügen. Das Land melde sich dann bei ihnen, sobald ihnen Termine angeboten werden könnten“, so Kornblum.

Nur nach Terminvergabe

Wichtig: Im Impfzentrum werden nur über 80-jährige Personen geimpft, die über das Impfportal oder der Impf-Hotline einen Termin vereinbart haben. Dazu müssen sich die Impfwilligen entweder im Internet unter www.impfportal-niedersachsen.de registrieren oder telefonisch bei der Impfhotline des Landes Niedersachsen unter Telefon 0800/9 98 86 65 einen Termin vereinbaren. „Bei der telefonischen Terminbuchung kann es weiterhin zu Wartezeiten kommen. Es wird daher empfohlen, wenn möglich, eine Terminbuchung online vorzunehmen“, weist die Stadt in einer Mitteilung hin. Impf-Termine werden für das Impfzentrum Braunschweig aktuell in der Zeit von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr angeboten.

9000 Termine bis März

Neben den von vom Land angekündigten 3000 Impfdosen von BioNTech und den 300 Dosen von Moderna sollen im Zentrum auch Impfungen mit dem Impfstoff der Firma AstraZeneca beginnen. Von diesem Mittel sind in dieser Woche die ersten 1000 Dosen angekommen. Nach der geänderten Impf-Verordnung wird das Vakzin an die Personen geimpft, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit in der höchsten Priorität eingestuft und unter 65 Jahre alt ist wie zum Beispiel Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten. „Wird der Impfstoff wie angekündigt geliefert, können wir dann in drei Impfstraßen 480 Impfungen pro Tag vornehmen“, so Dr. Kornblum. Entsprechend der Lieferankündigung für den Impfstoff BioNTech hat das Impfzentrum zunächst 9000 Termine für Braunschweig bis Ende März freigegeben. Ausgelegt ist das Impfzentrum mit seinen insgesamt acht Impfstraßen auf bis zu 1280 Impfungen pro Tag.

Alle Informationen zu Anmeldung und Ablauf der Impfung sowie den nötigen Unterlagen stehen auf den Internetseiten der Stadt Braunschweig unter „Aktuell: Corona-Virus/Impfzentrum für Braunschweig“.

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