Indisponierte Löwen verlieren 0:3

3. Liga: Heftige Heimniederlage der Eintracht gegen Ingolstadt – Mittwoch Testspiel gegen den MTV Gifhorn

Das Tor zum 0-3: Eintracht-Torhüter Jasmin Fejzic ist bedient. Er war bei allen Treffern chancenlos. Foto: Susanne Hübner/imago images

Braunschweig. Durch die schlechteste Saisonleistung bislang kassierten die Löwen am Samstag folgerichtig eine verdiente Niederlage. Mit 0:3 unterlag die Elf von Christian Flüthmann dem FC Ingolstadt und wurde vom direkten Konkurrenten überflügelt.

Bereits nach knapp einer halben Stunde war die Partie durch drei Gäste-Treffer entschieden, in der zweiten Halbzeit schwächte sich Eintracht durch eine rote Karte von Steffen Nkansah (55.) zusätzlich.

„Wenn man gegen eine Spitzenmannschaft spielt, muss man bis ans Limit gehen, das haben wir heute nicht gemacht“, nahm Christian Flüthmann nach der Partie kein Blatt vor den Mund und fordert zukünftig ein anderes Auftreten von seiner Mannschaft: „Wir können nicht alles aus dem Ärmel schütteln und sagen ‘wir sind ja so gut’.“

Nach gut 20, weitestgehend ausgeglichenen Minuten nahm das Unheil seinen Lauf. Marcel Gaus kontrollierte einen Ball an der Grenze zum Sechzehnmeterraum, wurde nicht entscheidend attackiert und hatte Glück, dass Benjamin Kessel den Ball unhaltbar für Jasmin Fejzic abfälschte (21.). Zwei Minuten später folgte die nächste kalte Dusche, als Nico Antonitsch nach einer ungeschickt verteidigten Ecke per Flugkopfball auf 2:0 erhöhte. Weitere drei Minuten danach fiel sogar der dritte Gästetreffer, nachdem Maximilian Thalhammer einen Querpass verwerten konnte, ohne dabei entscheidend gestört zu werden.

„Gerade nach dem 0:1 müssen wir bei einer Standardsituationen hellwach sein, auch das 0:3 kann so nicht verteidigt werden“, ärgerte sich Flüthmann und musste nach dem Seitenwechsel mit ansehen, dass es noch dicker kam, weil Nkansah nach einem unnötig harten Einsteigen auf Höhe der Mittellinie zu Recht die rote Karte sah.

Immerhin gelang es den Blau-Gelben, in Unterzahl mehr Gefahr für das Gästetor heraufzubeschwören, auch wenn es letztlich bei der hohen Niederlage blieb. „Wir haben zwar einige Situationen nach vorne gehabt, aber auch nicht den letzten Punch gesetzt. Ingolstadt hat seine Chancen eiskalt genutzt“, so Flüthmann, der die lautstarke Unterstützung der Südkurve lobte, sich allerdings von anderen Stadionteilen weniger Pfiffe bei Rückpässen wünschen würde: „Man kann nicht alles nach vorne spielen, sondern muss auch mal Ruhe ins Spiel bringen. Man sieht, dass sich die Spieler damit beschäftigen, vielleicht ist die Erwartungshaltung bei einigen zu hoch.“

Vor dem nächsten Punktspiel beim Abstiegskandidaten Preußen Münster testen die Löwen heute gegen Oberligist MTV Gifhorn (Anstoß 18.30 Uhr im Gifhorner GWG-Stadion), wo zuletzt weniger berücksichtigte Akteure ihre Chance erhalten dürften.

Im Hinblick auf das Gastspiel in seiner Heimatstadt Münster am darauffolgenden Montag schließt Flüthmann derweil nicht aus, mittels Aufstellung ein Zeichen an seine Spieler zu setzen. „Das könnte passieren“, so der Eintracht-Coach. Immerhin gab es für ihn nach dem Comeback des lange verletzten Felix Burmeister an einem gebrauchten Tag auch einen kleinen Lichtblick: „Es freut mich zu sehen, dass er sofort präsent war und funktioniert hat. Felix hat das sehr selbstbewusst gemacht und seine Erfahrung auf dem Platz gezeigt.“

 

Mannschaft: Fejzic (3) – Kijewski (4,5), Ziegele (4,5), Nkansah (5), Kessel (4) – Wiebe (4), Pfitzner (4) – Kobylanski (5) – Schwenk (5), Proschwitz (5), Bär (4,5)

Eingewechselt: 41. Feigenspan (4) für Bär; 46. Y. Otto (4) für Kobylanski; 55. Burmeister (3,5) für Schwenk

Tore: 0:1 (21.) Gaus, 0:2 (23.) Antonitsch; 0:3 (27.) Thalhammer

Zuschauer: 17416

Gelbe Karten: Pfitzner

Rote Karte: Nkansah (55./grobes Foulspiel)

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