Innenstadthandel stärken: „Es ist Zeit, etwas zu unternehmen“ | Neue Braunschweiger
30. Januar 2021
Wirtschaft

Innenstadthandel stärken: „Es ist Zeit, etwas zu unternehmen“

Nikolaus Petrek und Astrid Sabine Striese vom Arbeitskreis Immobilien des AAI haben ein Impulspapier entworfen – Feedback möglich

Astrid Sabine Striese und Dr. Nikolaus Petrek mit ihrem Impulspapier. Foto: oh

Innenstadt (bw). Ein starker Online-Handel als Konkurrenten und jetzt auch noch der Shutdown – die Händler der Innenstadt haben es nicht leicht. Nikolaus Petrek und Astrid Sabine Striese vom Arbeitskreis Immobilien im Arbeitsausschuss Innenstadt (AAI) haben deshalb nach Lösungen gesucht und ein Impulspapier entworfen.

Ihr Ansatz: Besser die Chancen nutzen, die Braunschweig bietet. Bevor das Papier im städtischen Innenstadtdialog diskutiert werden soll, lädt der AAI Interessierte ausdrücklich zu Anregungen und Kritik ein. Das Papier steht unter www.aai-bs.de. Bis zum 5. Februar kann man sich unter ak-immobilien@aaibs.de dazu äußern.

„Der Umbruch hat auch in Braunschweig immer größere Auswirkungen, mittlerweile deutlich sichtbar, beispielsweise durch Leerstände in der
Innenstadt“, sagt die Arbeitskreisvorsitzende Striese. „Es ist Zeit, etwas zu unternehmen. Dafür müssen die Sorgen der Betroffenen gehört werden, die Beteiligten an einem Strang ziehen und alle gemeinsam handeln. Die Stadt hat mit der Initiierung des Innenstadtdialogs einen wichtigen Prozess angestoßen, zu dem wir mit unserem Impulspapier einen Beitrag leisten möchten.“ Die Autoren fassen zunächst die aktuellen Entwicklungen
und daraus resultierenden Herausforderungen zusammen.

Auf Grundlage einer Analyse von Braunschweigs Stärken und Schwächen identifizieren sie zahlreiche mögliche Maßnahmen, um Chancen zu nutzen und auf Risiken zu reagieren. „Wir haben uns hier an bestehenden Konzepten aus Wissenschaft und Praxis orientiert, auch bereits in Braunschweig existierende Maßnahmen und in anderen Kontexten geäußerte Ideen sind eingeflossen“, erklärt Petrek. Herausgekommen seien fünf Bausteine, die Grundlage für die weitere Arbeit sein könnten. „Das können und möchten wir aber nicht allein machen. Wir, und damit meine ich alle, die an der Innenstadt beteiligt sind oder sich für sie interessieren, können diese nur gemeinsam weiterentwickeln. Es kann unterschiedliche Interessen geben, Übereinstimmungen, mögliche Kompromisse – das alles möchten wir hören und einfließen lassen.“

„Wertvolle Gedanken“

Oberbürgermeister UIrich Markurth hat das Impulspapier begrüßt. „Ich danke dem Arbeitsausschuss Innenstadt für seinen konstruktiven Beitrag zum Innenstadtdialog und freue mich über so viel ehrenamtliches Engagement. Solche Impulse machen den Dialog aus und bereichern die Gesprächsrunden zur Weiterentwicklung unserer Innenstadt“, so Markurth. „Wir werden die Anregungen auswerten, die Verwaltung ist mit
Eigentümern im Austausch und hat Entwicklungsprojekte zur Stärkung der Innenstadt im Fokus. Ich schlage vor, diese in das nächste Gesprächsforum im Rahmen des Innenstadtdialogs einfließen zu lassen.“

Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa ergänzt: „Das Impulspapier des Arbeitsausschusses Innenstadt enthält wertvolle Gedanken und konkrete Ideen für die Zukunft der Braunschweiger Innenstadt. Im nächsten Schritt ist es wichtig, dazu das weitere Vorgehen mit den Innenstadtakteurinnen und -akteuren zu diskutieren, um zukunftsfähige Kooperationen für deren Umsetzung zu erarbeiten. Zentrales Ziel ist es, mit den Eigentümerinnen und Eigentümern der Innenstadt-Immobilien ins Gespräch zu kommen und diese als aktive Partner in den Prozess einzubinden.“

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