Italienisch und international | Neue Braunschweiger
19. Dezember 2017
Kultur

Italienisch und international

Ein großes Fest für alle Nationen

Von Andreas Stolz, 19.12.2017

Wolfsburg. Aus einer kleinen Veranstaltung für italienische Gastarbeiterfamilien ist längst eine internationale Weihnachtsfeier im großen Rahmen geworden. Aber einer ist italienisch geblieben: 
Das ist „Babbo Natale“, der Mann mit dem langen, weißen Bart und dem roten Mantel. In Begleitung zweier „Engel“ verteilt er Schokolade an die Kinder.
Zum 36. Mal trafen sich in diesem Jahr die Nationen und Religionen am Klieversberg. Auch die Muslime reihen sich ein in das Treffen der Kulturen, das der Betriebsrat, das VW-Personalwesen und das Integrationsreferat der Stadt in Kooperation mit den gesellschaftlichen Gruppen organisieren.
Außer einem kulinarisch-kunsthandwerklichen Markt im Theaterfoyer steht stets das Wolfsburger Weihnachtsmärchen mit auf dem Programm.
Dieses Mal war’s „Die kleine Meerjungfrau“ in der Inszenierung von Intendant Rainer Steinkamp. VW-Betriebsrat Francescantonio Garippo ist über die Jahrzehnte einer der Hauptimpulsgeber der Feier.
Er war von der Resonanz begeistert: „950 Karten haben wir verteilt.
In den letzten Stunden vor Beginn der Veranstaltung hätte ich gut und gerne noch einmal 200 bis 300 gebraucht.“ Aber der Platz im Zuschauerraum des Scharounbaus ist begrenzt.
Björn Hennings vom Personalwesen hat mit seinem Kollegen Erik Baltrusch die Feier vonseiten Volkswagens mitorganisiert.
Für ihn ist es „der schönste Augenblick, wenn die Kinder strahlen, weil der Weihnachtsmann ihnen die Schokolade überreicht“.
Das „himmlische Trio“, also Babbo Natale und die beiden Engel, hat schon öfter kooperiert. Holger Koch, die 13-jährige Ebtisam Alahmad und die 15-jährige Annika Schulz haben viel Spaß bei der „Arbeit“.
Erstmals waren Bianca Liegner und ihre sechsjährige Tochter Jasmina bei der Weihnachtsfeier. Sie waren „besonders gespannt auf die kleine Meerjungfrau.“
Außerdem gab es eine „lebendige Krippe“ der Apulier, Weihnachtsgeschenke mit internationalem Charakter und Gebäck in immensen Variationen. Hattab Hicheri, der Vorsitzende des Tunesischen Vereins, ist Muslim. Er und seine Gruppe beteiligten sich trotzdem an der vorweihnachtlichen Feier.
„Wir sind alle Wolfsburger, wir leben zusammen und feiern gemeinsam“, sagte er.

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