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Jasperallee: Baumfällung verlief nach Plan

Am Donnerstag entfernte die Stadt 24 Ahorne

Polizei und Ordnungskräfte sicherten die Baumfällarbeiten auf der Jasperallee. Trotz lautstarker Proteste von rund 20 Baumschützern verliefen die Arbeiten wie geplant. Foto: Christopher Kulling/News 38

Östliches Ringgebiet. Mit einem Großaufgebot an Polizei wurden am frühen Donnerstagmorgen die ersten 24 Ahornbäume auf der Jasperallee gefällt.

Von drei Hubwagen aus kappten Mitarbeiter des Fachbereichs Stadtgrün zunächst die Kronen und beseitigten später die Stämme. Bereits gegen 8.30 Uhr waren die Arbeiten beendet. Trotz der Proteste der vergangenen Wochen blieb laut Stefan Weinmeister, Sprecher der Polizeiinspektion Braunschweig, „alles ruhig“. In den Tagen zuvor hatten Baumschützer Mahnwachen auf der Jasperallee abgehalten. Sie kritisieren die Fällungen mit dem Hinweis, dass nicht alle Ahornbäume krank und deshalb der komplette Austausch mit Winterlinden gar nicht nötig sei.

Wie News38 berichtete weckten die Protestler am frühen Donnerstagmorgen die Anwohner per Megafon und zündeten Silvesterraketen. Außerdem begleiteten sie die Fällungen mit Schmerzensschreien. Insgesamt verlief die Demonstration aber friedlich betonten die Bürgerinitiative Baumschutz und die Polizei am Ende der Aktion.
Bis zum Jahr 2021 wird die Stadt abschnittsweise alle 87 Silberahornbäume zwischen dem Theater und dem Ring durch insgesamt 100 Winterlinden ersetzen. Sie stützt sich dabei auf einen Ratsbeschluss und ein Gutachten. In diesem wird bestätigt, dass die Ahornbäume keine lange Lebenserwartung mehr haben, sturmanfällig sind und deshalb zu einem Sicherheitsrisiko werden. Erster Stadtrat Christian Geiger begründete in dieser Woche noch einmal das Vorgehen der Stadt. „Wir wollen im wahrsten Sinne des Wortes Grund in die Jasperallee bringen.“ Die Situation sei unbefriedigend und werde sich ohne einen echten Neustart immer weiter verschlechtern. Damit der Alleecharakter der Straße auch nach der Fällung erhalten bleibt, haben die Winterlinden bereits eine Höhe von bis zu sieben Metern.

Die Grünen bedauerten die Fällung. „Unseres Erachtens gab und gibt es keine zwingenden Gründe dafür. Im Gegenteil: Eine sehr intensive und kontroverse Debatte droht damit ihre Fachlichkeit zu verlieren und zur ‘Ausübung bloßer Macht’ zu verkommen“, betonte die Fraktionsvorsitzende Elke Flake.  Die Grünen hatten die Neugestaltung der Japserallee in allen Ratsgremien abgelehnt. Angesichts des großen Protestes sieht der Fraktionsvorsitzende Dr. Rainer Mühlnickel Handlungsbedarf: „Da in den nächsten Jahren weitere Abschnitte auf der Jasperallee umgestaltet und weitere Bäume gefällt werden sollen, müssen wir uns gut überlegen, wie es hier mit dem politischen Beteiligungsprozess weitergehen könnte.“

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