• Home
  • > >
  • „Jede Insel ist eine Welt für sich“

„Jede Insel ist eine Welt für sich“

Reisefotograf Nizar Fahem kreuzte 14 Tage in der Karibik und fotografierte Land und Leute

Beneidenswerter Arbeitsplatz: Fotograf Nizar Fahem reiste mit der Aida zwei Wochen lang durch die Karibik. Neben den Workshops, die er anbot, blieb noch genügend Zeit, sich Land und Leute anzusehen. Fotos: Nizar Fahem

Kann es einen schöneren Arbeitsplatz geben? 14 Tage kreuzte Reisefotograf Nizar Fahem mit der Aida durch die Karibik. Neben der Pflicht – Fahem war für Fotoshootings mit den Gästen engagiert und gab gleichzeitig in Workshops sein Wissen als Fotograf weiter – blieb noch viel Zeit für Landausflüge. Was er sah, hielt er mit der Kamera fest: Kristallklares Wasser, weiße Strände, bunte Städte, Menschen.

Nizar Fahem an der Mayastätte in Mexiko. „Zwölf Stunden Landgang – und doch reichte die Zeit fast nicht aus, sich ein einigermaßen vollständiges Bild von dem Land zu machen.“

 

Insgesamt sieben Inseln und neun Häfen standen auf dem Programm: Belize, Jamaica, Grand Cayman, St. Kitts, Tortola, Mexiko und die Dominikanische Republik. „Auch wenn alle unter dem Begriff Karibik zusammengefasst werden und man manchmal durch Berichte den Eindruck bekommt, alles sähe mehr oder weniger gleich aus, ist die Wirklichkeit doch ganz anders“, sagt Fahem. Jede Insel sei eine Welt für sich. „Es gibt ein anderes Lebensgefühl, eine andere Atmosphäre, andere Musik und andere Menschen.“

Ein Strand wie aus dem Bilderbuch. Ob Montego Bay oder Oh Rios – Jamaica hält, was die Karibik verspricht. Die Insel von Bob Marley ist touristisch voll erschlossen. „Vielleicht sind deshalb die Leute etwas zurückhaltender.“

 

Besonders die Dominikanische Republik hatte den Reisefotografen so beeindruckt, dass er sich nach der Kreuzfahrt spontan entschloss, weitere vier Wochen zu bleiben. „Die Insel hat nicht nur eine lange Historie – schließlich war sie die erste Insel, die Christoph Columbus entdeckte – sie strömt auch ein fantastisches Lebensgefühl aus. Freitag bis Sonntag finden überall in den Städten Livemusik und Tanzveranstaltungen statt. Die Menschen sind sehr aufgeschlossen und freundlich“, schwärmt der gebürtige Tunesier.

Freundliche Menschen, die Fremde stets mit einem Lächeln begrüßen. „Belize ist ein armes Land und doch erschienen mir die Menschen entspannt.“

 

Deutlich ruhiger: Grand Cayman. „Tatsächlich wirkt Grand Cayman im Vergleich zu den anderen Karibik-Inseln äußerst sauber und gepflegt mit viele teueren Shopping-Malls“, hat der Fotograf beobachtet. Dafür faszinierten Jamaica und Basseterre/St. Kitts wiederum mit einer atemberaubenden Landschaft. „In St. Kitts gibt es ein einzigartiges Naturphänomen: Dort treffen der Atlantik und das karibische Meer aufeinander“, erzählt Fahem. Mexiko begeisterte ihn schließlich mit seiner Kultur. „Die Zeit reicht gar nicht aus, um sich ein einigermaßen vollständiges Bild von dem Land zu machen“, bedauerte Fahem konnte aber bei dem fast zwölfstündigen Landgang immerhin die Mayastätten und eine Tequilabrauerei besuchen. Sein Fazit: „Die Karibik ist immer eine Reise wert. Und die Menschen einfach fantastisch – trotz der manchmal einfachsten Lebensbedingungen scheinen sie das Leben in vollen Zügen zu genießen.“

Kiloweise Erfrischung: Das Fahrrad mit den Kokosnüssen entdeckte der Fotograf Nizar Fahem in der Dominikanischen Republik.

 

Ein Straßenhändler in Cozumel/Mexiko. „Durch die vielen Ureinwohner hatte ich das Gefühl, ganz Südamerika auf einem Fleck zu sehen.“

 

Sieben Inseln, neuen Häfen und ganz unterschiedliche Kulturen – die Route der Aida-Tour.
^