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„Jeder hat den Ernst der Lage erkannt“

Fußball: Eintracht-Routinier Marc Pfitzner freut sich auf Restrückrunde – Heute Testspiel gegen Halle

Eintrachts Marc Pfitzner gegen Sebastian Mai (Halle). imago

Braunschweig. „Geschichte wiederholt sich“, lautet ein geflügeltes Wort, was im Fall von Marc Pfitzner aktuell zutrifft. Genauso wie zu Beginn seiner Profikarriere vor elf Jahren wurde er im Herbst aus Eintrachts U23 nach oben gezogen, um den Sturz von der dritten in die vierte Liga zu verhindern.

„Es fühlt sich genauso an wie damals, als ich meine Ausbildung zum Versicherungskaufmann gemacht habe und wir anschließend die Drittligaqualifikation geschafft haben. Ich hätte nichts dagegen, wenn es wieder so läuft“, erklärt „Pfitze“, der eigentlich schon mit dem Profifußball abgeschlossen hatte und im Herbst seine Stelle bei Volkswagen Financial Services antrat. Vorerst wird er dort aber in Teilzeit arbeiten, da er zunächst mit den Löwen die Mission „Klassenerhalt“ zu erfüllen hat.

In drei Einsätzen vor der Winterpause konnte er uneingeschränkt überzeugen und wird bis zum Saisonende bei den Profis bleiben: „Physisch bin ich topfit, wenn man im gewohnten Umfeld spielt und viel Zuspruch erhält, macht das die Sache natürlich einfacher.“ Im Gegensatz zu früher gehört der 34-Jährige nun zu den routinierten Kräften und bringt neben über 100 Erst- und Zweitligaeinsätzen für Eintracht auch die so wichtige Drittligaerfahrung mit, die er in den vergangenen beiden Spielzeiten mit Werder Bremens U23 sammeln konnte.
„Vor zwei Jahren haben wir sensationell den Klassenerhalt geschafft und es auch in der vergangenen Saison trotz des Abstiegs noch spannend gemacht. In der dritten Liga kann jeder jeden schlagen, das heißt, dass auch wir gegen jede Mannschaft gewinnen können, dafür aber in jedem Spiel ans Limit gehen müssen“, so der Ur-Braunschweiger, der die Aufgabe als „anspruchsvoll“ aber nicht unmöglich ansieht: „Jeder hat den Ernst der Lage erkannt und in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause hat die Mannschaft ihre Mentalität gezeigt, deshalb freuen wir uns schon auf das Spiel gegen Rostock und hoffen, dass wir an unsere Leistungen anknüpfen können.“

Um den Klassenerhalt zu schaffen, arbeiten er und seine Teamkollegen im Trainingslager hart, neu mit dabei sind neben Bernd Nehrig und Nils Rütten seine neuen und gleichzeitig alten Mitspieler Jasmin Fejzic, Benjamin Kessel und Julius Düker. „Alle unsere neuen Spieler haben nicht nur die erforderliche Qualität, sondern sind auch charakterlich top und bringen die nötige Mentalität für den Abstiegskampf mit“, lobt Pfitzner die Neuzugänge, mit denen er teilweise jahrelang zusammengespielt hat. Mit hinzukommen könnte kurzfristig auch Marcel Bär, der am Donnerstag laut „Schwäbischer Post“ vom VfR Aalen zu den Löwen gewechselt ist.

Zum Abschluss des Trainingslagers in Belek tritt er heute um 14 Uhr mit seinen Teamkollegen gegen den Ligakonkurrenten Hallescher FC an, dem sich die Löwen in der Liga vor wenigen Wochen noch mit 0:1 geschlagen geben mussten. „Halle ist eines der Top-Teams und für mich ein Aufstiegskandidat, das wird ein guter Test“, freut sich der 34-Jährige auf den Vergleich und will in den noch verbleibenden 18 Saisonspielen alles dafür tun, dass auch die Löwen am Saisonende Grund zum Jubeln haben.
„Acht Punkte Rückstand sind eine Menge Holz. Dennoch haben wir in Braunschweig oft genug gesehen, dass man sein Ziel erreichen kann, wenn man bis zur letzten Sekunde daran glaubt“, sagt Pfitzner.

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