„Jeder Spieler muss sich hinterfragen“ | Neue Braunschweiger
25. Februar 2020
Sport

„Jeder Spieler muss sich hinterfragen“

Fußball 3. Liga: Eintracht enttäuscht beim 1:3 gegen Würzburg – Samstag kommt Uerdingen ins Eintracht-Stadion

Kapitän Bernd Nehrig (am Ball) wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Foto: imago images

Braunschweig. Im Kampf um die Aufstiegsplätze hat Eintracht einen herben Rückschlag erlitten. Beim 1:3 gegen die Würzburger Kickers ließ die Elf von Marco Antwerpen sämtliche Tugenden vermissen, die in der Vorwoche noch zu einem 2:0-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern geführt hatten.

Zwei krasse individuelle Fehler hatten die Löwen in der Anfangsphase auf die Verliererstraße gebracht. Schon nach 70 Sekunden lag der Ball zum ersten Mal im Netz, als Saliou Sané aus der Distanz abgezogen hatte und Jasmin Fejzic die kurze Ecke nicht im Blick hatte. „Es sah recht unglücklich aus, vorher muss der Schuss aber auch geblockt werden“, nahm der Eintracht-Coach den in dieser Situation unglücklich wirkenden Keeper ein Stück weit in Schutz: „Wenn wir nach einer Minute hinten liegen kann man noch nicht über die Einstellung sprechen. Das Tor kassieren wir, weil wir in dem Moment unkonzentriert sind.“

Gut eine Viertelstunde später vertändelte Felix Burmeister den Ball auf der linken Abwehrseite ohne Not gegen Sané, dessen Zuspiel Dominic Baumann mühelos zur Vorentscheidung verwerten konnte (18.). Der zweite Nackenschlag ließ die Löwen bis zur Halbzeitpause in eine Schockstarre verfallen, weil kein Akteur auf dem Rasen Führungsqualitäten an den Tag legte. „Wir haben viele erfahrene Spieler, die in so einer Situation auch mal Ruhe bewahren müssen, um das Spiel zu ordnen“, kritisierte der 48-Jährige, der nach dem Wechsel gleich drei neue Spieler aufs Feld geschickt hatte. Zwar agierten die Löwen, von Vizekapitän Benjamin Kessel angetrieben, deutlich druckvoller, kassierten nach dem Anschlusstreffer durch Marvin Pourié (70.) aber noch den dritten Gegentreffer. „Wir haben es zwar geschafft, das Zentrum zu stärken und auf das 2:1 zu gehen, uns beim 3:1 aber nicht an Sachen gehalten, die wir besprochen hatten“, ärgerte sich Antwerpen über den endgültigen k.o. durch Sané (83.). „Jeder Spieler muss sich hinterfragen, was er persönlich in dieser Saison erreichen möchte. Das war heute ein Rückschritt.“

Mannschaft: Fejzic (3,5) – Kijewski (4), Burmeister (5), Ziegele (3,5), Becker (4) – Kammerbauer (4), Nehrig (5) – Feigenspan (4,5), Bär (4), Biankadi (5) – Pourié (4)

Eingewechselt: 46. Proschwitz (4) für Biankadi; 46. Kessel (2,5) für Nehrig; 46. Kobylanski (3,5) für Feigenspan

Tore: 1:0 (2.) Sané; 2:0 (18.) Baumann; 2:1 (70.) Pourié (Bär); 3:1 (83.) Sané

Zuschauer: 5211

Gelbe Karten: Nehrig, Kessel

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