17. Juli 2021
Sport

Jesus Ramirez soll die Löwen leiten

Basketball: Der Spanier wird neuer Cheftrainer – Gavin Schilling geht, Martin Peterka bleibt

Zuletzt war der neue Löwen-Trainer Jesus Ramirez beim polnischen Erstligisten in Stettin tätig. Foto: FIBA/oh

Braunschweig. Die Basketball Löwen haben einen neuen Cheftrainer: Der Spanier Jesus Ramirez wird den Bundesligisten in der kommenden Saison im Training und von der Seitenlinie aus betreuen. Nachdem der Klub von NBA-Star Dennis Schröder wochenlang fast nur Hiobsbotschaften, etwa den Verlust von Trainer Pete Strobl und den Nationalspielern Lukas Meisner, Karim Jallow und Lukas Wank vermelden konnte, wurde diese wichtige Weichenstellung Ende vergangener Woche bekanntgegeben.

Löwen-Geschäftsführer Nils Mittmann kennt den neuen Headcoach aus seiner Zeit in Ulm, wo Ramirez von 2011 bis 2017 als Co-Trainer tätig war – im letzten dieser sechs Jahre übrigens im Duett mit seinem Vorgänger Strobl. Weitere Erfahrungen sammelte der 41-Jährige als Assistant Coach des spanischen Erstligisten Bilbao Basket (2017/18), bei Alba Fehervar in Ungarn (Dezember 2018 bis Januar 2020) und zuletzt im polnischen Oberhaus bei King Stettin.

Ramirez betont in der Mitteilung des Klubs, dass er „als Trainer von Beginn meiner Karriere an mit jungen Spielern und an deren Weiterentwicklung gearbeitet“ habe. „Das ist Teil meiner Trainer-Identität. Die Löwen verfolgen mit ihrem eingeschlagenen Weg das gleiche Ziel, weshalb wir auch in sportlicher Hinsicht gut zusammenpassen.“
Zunächst einmal braucht der Spanier aber Spieler, mit denen er arbeiten kann – und da sieht es bei den Löwen derzeit noch recht trist aus. So verlässt auch Gavin Schilling die Braunschweiger, nach nur einem Jahr wechselt der 25-jährige Center zum FC Bayern München. Mit Doppellizenzspieler Anthony Watkins kehrt zudem ein 20-jähriges Talent dem Schröder-Klub den Rücken, um sich Bundesliga-Aufsteiger Heidelberg anzuschließen. Eigengewächs Jannik Göttsche muss nach einer Operation am Sprunggelenk mehrere Monate pausieren.

Eine weitere gute Nachricht gab es am gestrigen Freitag aber doch noch: Der Tscheche Martin Peterka, ein starker Dreierschütze auf der Vier, bleibt ein Löwe. Ansonsten stehen von den Leistungsträgern der Vorsaison derzeit nur noch Luc van Slooten und Benedikt Turudic unter Vertrag.

Schröder nicht nach Tokio

Alleingesellschafter Schröder dürfte in den kommenden Wochen viel Zeit haben, sich nach neuen Spielern umzuschauen. Eine Olympia-Teilnahme des derzeit vertragslosen NBA-Guards wird aus Ermangelung einer Versicherung für ihn immer unwahrscheinlicher. „Wir gehen davon aus, dass es nicht klappt“, sagte Bundestrainer Henrik Rödl am Mittwoch beim Training in Trier.

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