Jetzt auch für die HBK: Theater for free

Staatstheater weitet die Theaterflat aus – „Viele Studenten nutzen die Möglichkeit, kostenlos Vorführungen zu besuchen“.

Jean Sikiaridis von der HBK. Archivfoto: André Pause

Von Ann-Kathrin Ewald, 26.11.2016.

Braunschweig. Egal ob Drama oder Komödie, Operette oder Sinfonieorchester – dank der Theaterflat, die Anfang Oktober an den Start ging, haben Studierende der Technischen Universität (TU) freien Eintritt in alle regulären Vorstellung des Staatstheaters.

In den kostenlosen Theatergenuss kommen nun auch die Studierenden der Hochschule für Bildende Künste (HBK).
Wie bei der TU, ging die Initiative von den Studieren aus, wie Jean Sikiaridis vom Studierendenparlament der HBK weiß: „Die Theaterflat war das Gesprächsthema auf dem Campus“, berichtet er, „da haben wir uns als Stimme der Studierenden beraten und waren uns schnell einig: Da wollten wir dabei sein.“
Es folgen Annäherungsversuche seitens der HBK. Doch den richtigen Ansprechpartner konnte Sikiaridis nicht ermitteln. Kurzerhand ist er eines Tage dann „einfach zum Staatstheater hingegangen“, wie er lachend schildert. Dort habe man ihn mit „offenen Türen“ empfangen und war sich schnell einig: Was für die TU gilt, sollte auch für die HBK gelten.

Einige bürokratische Hürden wurden im Schnellverfahren gemeistert – schließlich hatte das Semester bereits begonnen. Auch hier einigte man sich schnell: „Wir vom Parlament haben kurzerhand den Beitrag aus unserem Topf gezahlt. Schließlich erhalten wir das Geld vom Semesterbeitrag der Studierenden“, erklärt Sikiaridis. Normalerweise wird das Projekt seitens der Universitäten finanziert, und zwar durch einen Beitrag von einem Euro pro Studierenden. Dieser Beitrag wird ab dem kommenden Semester vom Semesterbeitrag entrichtet.

Große Beliebtheit

Davon, dass die Theaterflat seit ihrer Entstehung großen Anklang findet, berichtet Regina Peper vom Staatstheater. Die Pressereferentin weiß: „Viele Studenten nutzen diese kostenlose Möglichkeit, Theatervorführungen zu besuchen.“ Dabei würden die Studierenden Angebote aller fünf Sparten des Hauses wahrnehmen, so Peper.

Sie ist erfreut über den Zuspruch der Studierenden und stellt immer wieder fest: „Wenn man ins Publikum schaut, sind die Studenten deutlich sichtbar. Die Anzahl der Zuschauer unter 30 Jahren hat zugenommen.“
Ab dem Sommersemester 2017 soll die Theaterflat dann auch für Studierende der Ostfalia-Hochschule gelten.

^