Kampfstarken Löwen gelingt Überraschung | Neue Braunschweiger
28. Oktober 2020
Sport

Kampfstarken Löwen gelingt Überraschung

Basketball: 97:88-Pokalerfolg gegen Oldenburg – Am Sonntag Nachholspiel gegen Bonn

Löwen-Flügel Kostja Mushidi (links), hier neben Oldenburgs Martin Breunig, zeigte in Bonn seine Dynamik. Foto: imago

Braunschweig. Mit sechs verlegten Begegnungen an den drei Gruppen-Spieltagen ist der BBL-Pokal bislang alles andere als reibungslos über die Bühne gegangen. Die Löwen-Basketballer waren am Wochenende bereits zum zweiten Mal von einer Spielabsage betroffen, die Partie am Sonntag gegen Bonn wurde wegen eines positiven Corona-Tests der Bonner nicht ausgetragen. Der Test war offenbar allerdings „falsch positiv“ – und die Partie wird schon am nächsten Sonntag (18 Uhr) nachgeholt.

Für die große Überraschung des Pokal-Wochenendes hatten die Löwen bereits am Samstag in Bonn gesorgt. Mit 97:88 (51:53) brachten die Braunschweiger den Baskets Oldenburg bereits die zweite Niederlage des Turniers bei und warfen sie damit vorzeitig aus dem Wettbewerb.
Dabei hatte es zunächst gar nicht gut ausgesehen. Nach neun Minuten stand es 30:15 für die Huntestädter, die von der Löwen-Defensive in dieser Phase nicht zu stoppen waren – allen voran Routinier Rickey Paulding, der zur Pause bereits 18 Punkte auf dem Konto hatte. Doch die Braunschweiger fingen sich. „Wir haben auf jeden Fall Charakter gezeigt. Wir haben nicht aufgegeben und weiter an unser Spiel geglaubt“, beschrieb Löwen-Flügelspieler Kostja Mushidi im Anschluss an die Partie bei Magenta-Sport die mentale Stärke seiner Mannschaft.

Als Karim Jallow Anfang des zweiten Viertels nach einem Zusammenstoß mit Nasenbluten vorübergehend das Feld verlassen musste, schien dieser Rückschlag die Löwen nur noch weiter anzuspornen. Schon zur Halbzeit waren sie auf zwei Zähler herangekommen. „Wenn ein Bruder von uns am auf dem Boden liegt und blutet, dann ist das natürlich nicht schön, aber auch ein Push, dass wir weiter für ihn kämpfen“, bewertete Mushidi diesen „Jetzt erst recht“-Moment.
Auch nach der Pause erteilten die von Pete Strobl trainierten Braunschweiger dem hochtalentierten Baskets-Kader eine Lektion in Sachen Kampf und Leidenschaft. Dabei gefiel nicht zuletzt Neuzugang Bryon Allen, der auf Anhieb Löwen-Topscorer wurde.

Löwen-Punkte: Allen 18, Robinson 17, Mushidi 13, Peterka 10, Wank 8, Meisner 8, Schilling 8, Jallow 7, Van Slooten 5, Zeeb 3.

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