20. Februar 2021
Sport

Kapitän Nikolaou fordert „kleine Serie“

Defensivmann bringt Erfahrung im Abstiegskampf mit sieht sein Team „fokussiert und konzentriert“

Will Verantwortung übernehmen: Braunschweigs Kapitän Jannis Nikolaou (Mitte). Foto: imago

Braunschweig. Nach zwei Jahren Abstiegskampf mit Dynamo Dresden geht es für Jannis Nikolaou auch mit den Löwen um den Verbleib in Liga Zwei. Die Erfahrung des 27-jährigen Defensivmanns ist in der aktuellen Situation mehr denn je gefragt. Denn im Anschluss an die gestrigen Partie gegen Jahn Regensburg (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) folgen in den kommenden Wochen weitere vorentscheidende Duelle gegen direkte Konkurrenten.

„Jetzt kommen die Spiele, in denen wir unbedingt punkten müssen, dessen ist sich jeder bewusst“, gibt der Eintracht-Kapitän die Marschroute für die nächsten Begegnungen vor, in denen es unter anderem gegen Nürnberg, Sandhausen, Darmstadt, St. Pauli und Osnabrück geht.

„Um Verantwortung zu übernehmen, brauche die Kapitänsbinde nicht. Natürlich versuche ich damit vorneweg zu gehen und die Rolle bestmöglich auszufüllen“, stellt er klar, dass er unabhängig von Amt und Würden seine Leistung abliefern will. Mangels Alternativen war der Rheinländer oft in der Innenverteidigung aufgelaufen, kehrte mittlerweile aber auf den Posten im defensiven Mittelfeld zurück, wo ihn Trainer Daniel Meyer als wertvoller erachtet: „Ich bin viel zwischen beiden Positionen gewechselt, freue mich aber darüber wieder auf die Position gerückt zu sein, wo ich zu Saisonbeginn gespielt habe und dort der Mannschaft, was die Stabilität angeht, weiterhin helfen kann.“

Mit seinem vorherigen Arbeitgeber Dynamo Dresden hatte der gebürtige Bonner im vergangenen Sommer den Ligaerhalt verfehlt. Nach dem Lockdown hatten die Sachsen aufgrund mehrerer Corona-Fälle erst verspätet in den Spielbetrieb einsteigen können und mussten neun Partien in nur vier Wochen absolvieren – zuviel für eine erfolgreiche Mission um den Klassenerhalt.

Diesen hatten Nikolaou und die Sachsen aber in 2019 gefeiert, als das Team schon mehrere Spieltage vor Saisonende das rettende Ufer erreichen konnte. Ein Szenario, dass der beim 1. FC Köln ausgebildete Defensivmann mit den Löwen gerne wiederholen würde. Voraussetzung dafür ist jedoch Zählbares, möglichst auch mal mehrfach hintereinander: „Man braucht in der jetzigen Saisonphase vielleicht mal eine kleine Serie. Da wir in Schlagdistanz sind, kann einen so eine Serie ganz schnell nach oben katapultieren. Es wird darum gehen, wenig Fehler anzubieten, unsere Chancen zu nutzen und die engen Spiele für uns zu entscheiden. Dann geht es punktemäßig für uns relativ schnell dort unten raus.“
Dass nach den zuletzt dürftigen Resultaten Unruhe im Umfeld des Vereins herrscht, ist Nikolaou nicht verborgen geblieben. „Das sind die normalen Mechanismen, die es im Fußball gibt, wenn es mal nicht so gut läuft“, verfügt er über Erfahrungswerte aus seiner Dresdner Zeit und nimmt sich und seine Teamkollegen deshalb in die Pflicht: „Wir als Spieler müssen dafür sorgen, dass die Unruhe nachlässt.“
Die Stimmung in der Mannschaft ist seiner Meinung nach jedenfalls absolut positiv und auf Tatkraft ausgerichtet: „Es beginnt das letzte Drittel der Saison, in dem alles entschieden wird. Wir sind konzentriert und fokussiert, weil wir wissen, dass wir jetzt punkten müssen.“

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