5. Februar 2022
Sport

Kehrt mit Kruse der Erfolg zurück?

Vor dem „Endspiel“ gegen Fürth war der VfL Wolfsburg auf dem Transfermarkt aktiv

VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke (hinten) und Cheftrainer Florian Kohfeldt. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Einen größeren Vertrauensbeweis konnte die sportliche Führung ihrem Trainer Florian Kohfeldt wohl kaum liefern. Währen der Länderspielpause hatte der VfL Wolfsburg sein Rasenpersonal kräftig durchgerührt und an entscheidenden Stellen verändert.

So bekam Kohfeldt mit Max Kruse einen seiner Lieblingsspieler in den Kader – die beiden waren schon gemeinsam in Bremen. Da würde es allen Beteiligten sehr helfen, wenn die Wölfe am Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel gegen Schlusslicht Greuther Fürth endlich einmal wieder einen Bundesliga-Sieg feiern könnten – der letzte liegt zehn Spieltage zurück.

„Ich habe die Entscheidung getroffen, zum VfL Wolfsburg zurückzukehren, weil unsere gemeinsame Geschichte noch nicht zu Ende geschrieben ist“, sagte Max Kruse bei seiner Vorstellung. In Richtung der Fans seines Ex-Vereins Union Berlin wurde er mit den Worten zitiert, dass er ein Angebot annehme, welches „langfristig und hoch dotiert ist“. Eine ehrliche Aussage. Kruse war in der Saison 2015/2016 von Borussia Mönchengladbach zum VfL Wolfsburg gekommen, erzielte in 32 Spielen sechs Tore und bereitete acht weitere Treffer vor. Anschließend wechselte er für drei Jahre nach Bremen.

Neben Kruse verpflichtete der VfL den 18-jährigen Amerikaner Kevin Paredes, der beim amerikanischen Erstligisten D.C. United spielte und bevorzugt auf der linken Außenbahn zum Einsatz kommt. „Die ersten Eindrücke von den ganzen Gegebenheiten hier sind überragend“, sagte das Talent, welches neben der amerikanischen auch die Staatsbürgerschaft der Dominikanischen Republik besitzt. Weiter zum Rudel dazugestoßen ist der dänische Nationalstürmer Jonas Wind, der aus Kopenhagen gewechselt ist. „Ich habe mich für Wolfsburg entschieden, weil mich der VfL unbedingt haben wollte“, so der 22-Jährige.
Aber auch hochkarätige Abgänge gab es zu vermelden, allen voran Torjäger Wout Weghorst, der nie einen Hehl daraus machte, gern in England zu spielen. Das hat er nun geschafft und tritt ab sofort mit dem FC Burnley, dem aktuellen Schlusslicht, in der Premier League an.
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Auch einer der dienstältesten Spieler hat den VfL verlassen: Josuha Guilavogui und ist zum aktuellen Tabellensiebzehnten der Ligue 1 Girondins Bordeaux gewechselt. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler kam im Sommer 2014 nach Wolfsburg und hatte noch Vertrag bis 2023, wollte aber laut Verein eine neue sportliche Perspektive, aber: „der VfL wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben“, so der Franzose.

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