Klepeisz und Blake laufen heiß

Basketball-Bundesliga: Nach starkem Schlussviertel siegen die Löwen 87:78 gegen Würzburg

BJ Blake (rechts), hier gegen Würzburgs Felix Hoffmann, punktete erstmals seit Mitte Januar wieder zweistellig und wurde mit 19 Zählern Löwen-Topscorer. Foto: Heiko Becker/imago

Braunschweig. Mit einem furiosen Endspurt und unter der lautstarken Unterstützung von 3662  Zuschauern in der ausverkauften Volkswagenhalle konnten die Löwen-Basketballer ihren elften Saisonerfolg einfahren. Das 87:78 (38:41) gegen Würzburg war bereits der achte Heimsieg in Serie.

Nicht nur Trainer Frank Menz sah seine Löwen in der Partie gegen die Gäste aus Würzburg im Vorfeld als Außenseiter.
Zu schwer, so meinte man, wog das Fehlen von Center Scott Eatherton, der mit einer Bänderdehnung im Knie erneut nur zuschauen konnte. Doch die Löwen starteten furios, führten nach 140 Sekunden mit 10:0.

Dann aber fingen sich die Gäste.

Nach dem ersten Viertel (24:24) bekamen die Würzburger vor allem DeAndre Lansdowne besser in den Griff.
Der Löwen-Guard hatte bis dahin bereits 13 Zähler gesammelt, wurde von nun an aber weitgehend kaltgestellt.

Mit Lansdowne, nach dem Eatherton-Ausfall, auch den zweiten Star der Löwen ausschalten:
Das war nun die Devise der Gäste. Und tatsächlich liefen die Löwen fortan lange einem Rückstand hinterher, der zwischendurch elf Punkte betrug.

„Wir hatten das Spiel ganz gut im Griff, wäre da nicht das letzte Viertel gewesen“, bilanzierte Würzburgs Trainer Denis Wucherer trocken. Denn nach dem dritten Viertel (52:59) schalteten die Löwen zwei Gänge höher, gewannen den Schlussabschnitt mit 35:19 und drehten damit das Spiel.

Kapitän Thomas Klepeisz fungierte dabei als Zündkerze:
Vom 59:63 bis zum 70:67 Mitte des Viertels erzielte der Österreicher, der zuvor nur zweimal erfolglos auf den Korb geworfen hatte, elf Löwen-Punkte in Serie.

„Tommy war in der ersten Halbzeit viel zu passiv. Da haben wir schon gesagt, dass er den Korb bedrohen muss, wenn wir eine Chance haben wollen“, erinnerte sich Menz an seine Pausen-Ansprache, die offensichtlich fruchtete.

Und Klepeisz, in dieser Saison nicht zum ersten Mal der eiskalte Vollstrecker in der heißen Phase, war nicht der einzige, der im finalen Abschnitt aufdrehte. Mit neun wichtigen Punkten allein in den Schlussminuten schoss sich US-Flügel BJ Blake aus seiner Formkrise.

Auch Christian Sengfelder, der auch defensiv einen sehr guten Center-Job erledigte, und Aufbauspieler Joe Rahon erhielten ein Sonderlob von Trainer Menz, dessen Mannschaft weiterhin aussichtsreich im Playoff-Rennen mitmischen darf.

Löwen-Punkte: Blake 19, Lansdowne 18, Sengfelder 16, Klepeisz 15, Hines 7, Rahon 7, Koné 3, Lagerpusch 2.

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