Klimaschutzpaket der Stadt erfüllt | Neue Braunschweiger
23. Januar 2020
Menschen

Klimaschutzpaket der Stadt erfüllt

Neujahrsempfang im Städtischen Museum – Bei allen Aufgaben spielt Klimaschutz eine Rolle

Ehrenbürger Richard Borek, Susanne Hilla-Markurth, OB Ulrich Markurth, Sozialministerin Carola Reimann, Prof. Dr. Arno Kwade und Ehrenbürger Gerhard Glogowski (von links) beim Neujahrsempfang der Stadt im Städtischen Museum, Steintorwall. Nach der Neujahrsrede von Oberbürgermeister Ulrich Markurth sprach Prof. Dr. Arno Kwade, Leiter des Instituts für Partikeltechnik und Vorstandssprecher des Forschungszentrums Battery LabFactory an der Technischen Universität Braunschweig, über „Elektrifizierung der Mobilität – Chancen und Herausforderungen“. Foto: Bernward Comes

Innenstadt. „Es soll so lange nicht dauern“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth zur Begrüßung im Städtischen Museum und fügte an: „Wenn man das sagt, wissen Sie, es wird schwierig.“ Aber so war der offizielle Teil beim Neujahrsempfang dann doch nicht, vor allem aber war er sehr informativ.

Ein kurzer Film zeigte, was im vergangenen Jahr alles gelungen, begonnen und fertig gestellt wurde: Spatenstiche, Grundsteinlegungen, Neubauten. Mit Freude erzählte der Oberbürgermeister von der neuen Feuerwehrleitstelle, der guten Zusammenarbeit mit Peine und Wolfenbüttel, „die Leitstelle ist für 500 000 Menschen zuständig“, machte er die Aufgabe deutlich.

Der Westbahnhof gehörte in seine Aufzählung, „20 Jahre hat ein Mosaikstein in Braunschweig gefehlt, jetzt ist er wieder da.“ Neue Schulen, Umbau Klinikum, die Einweihung des neuen Testfeldes für autonomes Fahren, allein 6000 Baurechte, die Entwicklung der Bahnstadt und mehr. Die Liste der erreichten Ziele und begonnen Aufgaben ist eindrucksvoll. „Und bei allem haben wir den Klimaschutz im Blick“, betonte Markurth. Wohnen, Verkehr, Energie seien die großen Themen.

„Unser Klimaschutzpaket aus dem Jahr 2010 setzen wir um.“ Bereits erreichte Etappen auf dem Weg sind zum Beispiel eine hybride Busflotte und neue Traminos, komplett barrierefrei. „Gemeinsam mit BS/Energy schaffen wir den Kohleausstieg noch vor dem Gesetz“, sagte Markurth.

Eindringlich sprach der Oberbürgermeister von den Bedrohungen im Internet gegenüber Ehrenamtlichen und Politikern. Markurth warb um mehr persönlichen Einsatz und Respekt. „Politik ist das gemeinsame Bemühen um die besten Lösungen, dabei muss der Gemeinsinn stärker vor dem Eigensinn stehen.“

Professor Dr. Arno Kwade, Forschungszentrum Battery LabFactory, nahm die Gäste mit in die Welt der Elektromobilität, in das Innenleben von Batterien. Wichtig sei für einen messbaren Erfolg Strom aus regenerativen Quellen und eine Kreislaufproduktion von Batterien, um die Rohstoffe wieder zu verwerten.

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