Kobylanski führt Eintracht zum Sieg | Neue Braunschweiger
3. März 2020
Sport

Kobylanski führt Eintracht zum Sieg

Löwen fertigen Uerdingen mit 4:1 ab – Kessel erleidet Augenhöhlenbruch

Martin Kobylanski jubelt nach dem Tor zum 2:0. Foto: Joachim Sielski/imago images

Braunschweig. Eintracht ist endgültig zurück im Aufstiegsrennen! Durch den furiosen 4:1-Erfolg gegen den KFC Uerdingen verkürzte die Elf von Marco Antwerpen den Abstand zum Tabellenführer MSV Duisburg auf drei Zähler, da erneut alle Spitzenteams patzten. Einziger Wermutstropfen ist der Ausfall von Vizekapitän Benjamin Kessel, der einen Augenhöhlenbruch und eine Gehirnerschütterung erlitt.

Mann des Tages war der zuletzt wenig berücksichtigte Martin Kobylanski, der mit zwei Treffern und einer Torvorlage die Basis für den Heimerfolg legte. „Das war heute ein Schritt in die richtige Richtung und eigentlich der Weg, den wir gehen müssen“, war der Eintracht Trainer nach der Partie zufrieden, machte aber auch deutlich, dass er die schwache Leistung beim 1:3 gegen Würzburg in der Vorwoche noch nicht vergessen hat: „Das ging taktisch und technisch in eine ganz andere Richtung als wir wollten. Deshalb sagen wir nicht, dass Würzburg nach einem 4:1 gegen Uerdingen abgehakt ist.“ Dort hatte sich Kobylanski nach seiner Einwechslung trotz der Niederlage durchaus empfohlen und nutzte nun eine weitere Bewährungschance: „Er hat zwei Tore gemacht, alles gut.“ Den ersten Kobylanski-Treffer hatten die Löwen jedoch teuer bezahlt. Seinem direkt verwandelten Freistoß nahe der Strafraumgrenze ging ein übles Foul an Kessel voraus, der durch den Tritt von Roberto Rodriguez einen Augenhöhlenbruch und eine Gehirnerschütterung erlitt: „Es ist ganz bitter für den Spieler, auch weil wir ihn in Duisburg schon früher rausnehmen mussten.“ Ein Trost war neben den drei Zählern aber die gute Performance des eingewechselten Robin Ziegele, der Kessel abermals gut vertreten hatte: „Er ist zum zweiten Mal eingewechselt worden und war sofort da.“ Der Heimsieg ließ Eintracht dichter an die Spitzenteams heranrücken. „Fast alle Mannschaften legen aktuell keine Konstanz an den Tag, das ist aber das, was du letztendlich brauchst“, analysiert er die Tabellensituation.

Mannschaft: Fejzic (3) – Kijewski (3), Burmeister (3), Kessel (-), Becker (3) – Kammerbauer (2,5) – Bär (3,5), Biankadi (2,5) – Kobylanski (1,5) – Proschwitz (2), Pourié (3,5)

Eingewechselt: 12. Ziegele (2,5) für Kessel; 63. Y. Otto (-) für Bär; 72. Schwenk (-) für Burmeister

Tore: 1:0 (13.) Kobylanski (direkter Freistoß); 2:0 (26.) Kobylanski (Handelfmeter); 3:0 (32.) Proschwitz (Vorarbeit Kobylanski); 4:0 (51.) Biankadi (Proschwitz); 4:1 (78.) Ibrahimaj

Zuschauer: 16135

Gelbe Karte: Biankadi

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