Köln mit Therriault ernster Gegner | Neue Braunschweiger
5. Februar 2020
Sport

Köln mit Therriault ernster Gegner

American Football: Die Lions starten am 25. April in die neue Saison

Casey Therriault, hier noch im Lions-Trikot, wird nach einem Jahr in Hildesheim in der kommenden Saison für die Cologne Crocodiles auflaufen. Archivfoto: Susanne Hübner

Braunschweig. Nach einer spannenden Aufholjagd durften die Kansas City Chiefs in der Nacht zu Montag ihren Superbowl-Triumph gegen die San Francisco 49ers feiern. Mit dem 31:20-Erfolg der Chiefs dürfte auch Troy Tomlin zufrieden gewesen sein: Der Cheftrainer der Lions-Footballer, selbst aus dem Mittleren Westen der USA stammend, hatte Kansas City die Daumen gedrückt.

Tomlin, der mit den Braunschweigern 2019 ohne eine einzige Niederlage Deutscher Meister wurde, ist gedanklich längst wieder in der German Football League (GFL). In den vergangenen Wochen wurden nach und nach Neuzugänge und Rückkehrer präsentiert. Mit Spannung erwartet worden war vor allem der Nachfolger von Brandon Connette auf der Position des Quarterbacks.

Die Wahl fiel schließlich auf den Amerikaner Jake Kennedy, der in der vergangenen Saison für die Graz Giants in der ersten österreichischen Liga die Fäden zog. „Jake hat in seiner Zeit in Graz sehr gut gespielt. Wir haben mit vielen Jungs gesprochen, uns dann aber für Jake entschieden“, erklärt Tomlin. „Er ist ein Teamplayer, seine einzige Sorge ist es, das Spiel zu gewinnen.“

Nach dem Durchmarsch in der vergangenen Saison – nach zuvor zwei Jahren ohne GFL-Titel – liegt die Latte für die Lions recht hoch. „Jedes Jahr ist eine komplett neue Saison und wir fangen wieder bei Null an“, hält Tomlin den Ball jedoch flach. Zumal sich bereits jetzt, Monate vor dem Saisonstart am 25. April gegen die Cologne Crocodiles, abzeichnet, dass eben diese Kölner ein neuer ernstzunehmender Konkurrent um den Titel sein werden. Mit Ex-Lion Casey Therriault haben die Domstädter nämlich den stärksten GFL-Quarterback der vergangenen Jahre an Land ziehen können – neben weiteren guten Akteuren. „Das wird ein heißes Spiel“, sagt Tomlin im Hinblick auf den Saisonauftakt.

Aber noch einmal zurück zur US-Profiliga NFL. Hat Tomlin, der mit den Lions als Cheftrainer fünf Meistertitel gewann, je mit dem Gedanken gespielt, dort zu arbeiten, etwa als Co-Trainer? „Bisher hatte ich kein Angebot und ich weiß auch nicht, wie realistisch das ist. Natürlich wäre das schön, denn man will ja in der höchsten Liga arbeiten, egal ob als Trainer oder als Spieler“, sagt der Lions-Coach. „Aber ich bin sehr glücklich, in Braunschweig zu sein. Und wenn kein Angebot aus der NFL kommt, würde ich am liebsten meine gesamte Karriere hier als Trainer arbeiten.“

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