Komödienchef punktet mit Drama | Neue Braunschweiger
12. September 2019
Allgemein

Komödienchef punktet mit Drama

Oskar Schindlers Liste

Fotoprobe "Schindler's Liste" am 22.10.2018 im Lessingtheater in Wolfenbüttel. Foto: imagemoove +++HONORARPFLICHTIG zuzüglich sieben Prozent (7%) Mehrwertsteuer! BELEGEXEMPLAR erbeten! imagemoove, Am Walde 11, 38275 Haverlah, info@imagemoove.de +++

Innenstadt. „Es muss auch mal gut sein“, ein Satz, den Florian Battermann gar nicht gern hört. Vor allem nicht bezogen auf die Verbrechen im Nationalsozialismus. Mit seinem Drama „Oskar Schindlers Liste“ hat der Theatermann und Historiker diesem Satz ein starkes Stück entgegengesetzt. Jetzt ist das von Battermann geschriebene Drama für den Theaterpreis „Neuberin“ nominiert.

Die Preisträger werden am 14. Oktober beim „Theatermarkt“ – der wichtigsten Messe für das deutschsprachige Tourneetheater – in Bielefeld bekannt gegeben. Bereits 2017 erreichte Battermann mit der Komödie „Honig im Kopf“ den dritten Preis im Wettbewerb.

„Ich freue mich sehr darüber, denn allein die Nominierung ist schon eine große Auszeichnung, wenn man bedenkt, wie viele hundert Produktionen Jahr für Jahr auf deutschen Bühnen zu sehen sind“, sagt Florian Battermann.

Die Uraufführung im Wolfenbütteler Lessingtheater im Oktober 2018 war ein bewegendes Erlebnis (nachzulesen unter www.neue-braunschweiger.de) Die Premierengäste waren zutiefst beeindruckt. „Das hätte ich dem Battermann nicht zugetraut“, hatte eine Besucherin in der Pause zu ihrer Begleitung gesagt.
Überrascht waren wohl alle, dass der Spezialist für vermeintlich leichte Kost so eine historisch fundierte und zugleich packende Inszenierung abliefert. Nach Wolfenbüttel ging das Stück auf bundesweite Tournee, wurde mehr als 70 Mal gespielt. Und es kommt zurück. „Im Herbst 2020 spielen wir ‘Oskar Schindlers Liste’ erneut in der Region“, kündigt Battermann an. Allerdings wieder nicht in Braunschweig. Schon der Premierenort Wolfenbüttel war ungewöhnlich. Warum? „Ich wollte es nicht in unserer Komödie spielen“, erklärt der Regisseur, „das passt nicht. Außerdem ist das Lessingtheater prachtvoll.“

Und in Braunschweig? Vielleicht im Kleinen Haus im Staatstheater? „Da gibt es noch keine Kontakte“, räumt Battermann ein. Grundsätzlich findet er die Idee aber gut.
Jetzt aber freut er sich erstmal auf die Preisverleihung für die „Neuberin“. Vergeben wird sie von einer Fachjury, der „Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen“, Inthega. Alle Theaterfreunde drücken die Daumen.

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