21. Mai 2021
Natur

Kompost: (K)eine Wissenschaft für sich

Alba-Tipps zum Grünabfall-Recycling

Speziell Beerensträucher freuen sich über Kompostgaben und eine Mulchschicht über den Wurzeln. Pixabay

Um eines gleich vorwegzunehmen: Mein erster Versuch, Kompost zu erzeugen, ging gründlich daneben. Das „schwarze Gold“, das ich nach Wochen und Monaten aus dem eigens gekauften Thermokomposter, einem schwarzen Plastikungetüm, holte, war eine stinkende, faulige Masse.

Ich packte sie angewidert zurück in den Behälter und ließ gedanklich Gras über die Sache wachsen. Als ich viel später noch einmal in den Behälter schaute, war er zum „Nistkasten“ geworden: Eine Blindschleichenfamilie war eingezogen. Auch gut, dachte ich, und rührte den Kompostbehälter nicht mehr an.

Albas Tipps zum richtigen Kompostieren – der natürlichsten Form des Recyclings – kommen da gerade recht. Das A und O ist die richtige Mischung von feuchtem und trockenem Material sowie nährstoffreichem (frisches Grün wie Schnittgut oder vom Jäten) und nährstoffarmen (vertrocknete Blütenstände oder Papierkaffeefiltertüten).
Immer auf freiem Boden an (halb-)schattigen Standorten kompostieren. Wichtig sind eine gute Durchlüftung und eine ausgewogene Durchfeuchtung des Komposts.
Größere Baum- und Strauchschnittabfälle zerkleinern – die so geschaffene größere Oberfläche beschleunigt den Verrottungsprozess.
Außer zerkleinerten Zweigen eignen sich auch Gemüseabfälle zum Kompostieren.

Gekochtes Essen, Käse, Wurst, Asche oder von Schädlingen befallene Pflanzen sowie Plastikreste und Metallklammern gehören nicht auf den Kompost.
Für unbepflanzte Blumen- und Gemüsebeete empfiehlt sich die Verwendung von 3 bis 5 Litern Kompost pro Kubikmeter.

Neupflanzungen im Herbst sollten ebenfalls mit Kompost versorgt werden. Wie man den Kompost richtig schichtet, fasst ein Merkblatt „Erfolgreiche Kompostherstellung“ von Alba zusammen, das im Internet zum Download bereitsteht.

Auch interessant