10. August 2013
Politisches

Kooperationsvereinbarung zum Umgang mit Fußballgruppierungen

Stadt Wolfsburg, VfL Wolfsburg und Polizei Wolfsburg gehen neue Wege

Bildunterschrift: Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung Fußball für Wolfsburg: Thomas Röttgermann (VfL Wolfsburg), Iris Bothe (Stadträtin), Werner Borcherding (Erster Stadtrat) und Ulrich Podehl (Polizei Wolfsburg).

Parallel zum in Kraft treten des neuen Sicherheitskonzeptes der Deutschen Fußball Liga ab der Saison 2013/2014 beschreiten die Verantwortlichen der Stadt Wolfsburg, des VfL Wolfsburg und der Polizei Wolfsburg neue Wege im Umgang mit Fußball-Fangruppierungen: Gemeinsam wurde zum Saisonstart eine Kooperationsvereinbarung fertiggestellt, die eine noch engere Zusammenarbeit der Sicherheitspartner in der Stadt Wolfsburg garantiert. „Mit dieser zum ersten Mal schriftlich fixierten Sicherheitspartnerschaft sind wir für alle Bundesligastandorte richtungsweisend“, erläutert Wolfsburgs Polizeichef Hans-Ulrich Podehl das gemeinsame Vorgehen.

„Die Vereinbarung sieht vor, alle Fangruppierungen in einem vertrauensvollen offenen und transparenten Dialog für das Ziel, dass Bundesliga-Fußballspiele auch in Zukunft ein Familienfest bleiben, zu gewinnen“, ergänzt Wolfsburg Erster Stadtrat Werner Borcherding. Der Geschäftsführer des VfL Wolfsburg Thomas Röttgermann kommentiert: „Wir sind sehr zufrieden, dass alle Partner an einem Strang ziehen und freuen uns, dass die Interessen der Fans berücksichtigt werden. Der VfL Wolfsburg begrüßt es, nun die wichtige Mitsprache der Fans in dieser Kooperationsvereinbarung verankert zu haben. Das ist für Wolfsburg, VfL und die Fußballfans ein großer Schritt nach vorne, der zeigt, dass diese Thematik von allen Beteiligten sehr ernst genommen wird.“
Fußballfans müssen ausgelassen mit ihren Mannschaften mitfiebern, Siege feiern, aber auch manche Niederlagen oder Rückschläge betrauern können. Fußballspiele werden aber ebenso von Fußballchaoten zu Gewalttaten oder Sachbeschädigungen missbraucht. Es gelte gemeinsam mit den Fangruppierungen, diese Gewalttäter zu isolieren. Dabei werden die Sicherheitspartner deutlich zwischen der weit überwiegenden Zahl friedlicher Fans und den Gewalt suchenden Chaoten differenzieren. „Friedliche Fans verstehen wir als Teil dieser Sicherheitspartnerschaft“, verdeutlicht Polizeichef Podehl.
Die Kooperation sieht neben der schon bestehenden Vereinbarung aus dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) und der Rahmenkonzeption der Polizei für den bundesweit einheitlichen Umgang mit Fangruppen und gewaltbereiten bzw. gewalttätigen Personen vor, in einem Partnernetzwerk vor Ort die Sicherheit bei Fußballspielen zu gestalten und den örtlichen Besonderheiten gerecht zu werden. deshalb ist es wichtig, das Handeln der Netzwerkpartner miteinander zu verzahnen und abzustimmen.
Dieser Prozess beginnt schon weit im Vorfeld mit der Planung des bundesweiten Rahmenterminkalenders und wird in einem kontinuierlichen Dialog bis zur Nachbereitung der Saison fortgesetzt. Neu ist, dass es ein Forum „Fangespräch“ zur Verbesserung der direkten Kommunikation mit den Fans geben wird. darin haben aktive Fans die Möglichkeit, konkrete Fragen zu Sicherheitsaspekten zu stellen und an der Gestaltung mitzuwirken. Zukünftig werden soziale Netzwerke zur aktuellen Informationsweitergabe an alle Fans genutzt werden.
Die schon bestehenden guten und verlässlichen Kommunikationsstrukturen zwischen den wichtigsten drei Kooperationspartnern aus Stadt, Verein und Polizei werden vertieft. Das Handeln der Partner ist transparent und differenziert aber auch konsequent. Fans erleben ein einheitliches Agieren der Verantwortlichen. Die Sicherheitsmaßnahmen orientieren sich an dem Grundsatz: So viel Sicherheit wie nötig, so wenig Einschränkungen wie möglich.

Quelle: Stadt Wolfsburg

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