26. April 2016
Sportliches

Korner: Wiener Klassik oder künftig doch Wagner?

Basketball-Bundesliga: Am Freitag kommt mit Bayreuth der mutmaßliche neue Klub des Löwen-Trainers in die VW-Halle.

Nico Simon (r.) kam 2014 aus Bayreuth an die Oker. Geht Raoul Korner den umgekehrten Weg? Foto: T.A.

Von Christoph Matthies, 26.04.2016.

Braunschweig. Nach einer deutlichen Niederlage in Bamberg und einem spannenden 68:66-Erfolg in Tübingen kehren die Löwen für die letzten beiden Begegnungen der Saison in die Volkswagenhalle zurück. Am Freitag (20 Uhr) heißt der Gegner Bayreuth, bevor zum Saisonabschluss am Sonntag (17 Uhr) die Baskets aus Bonn an den Europaplatz reisen.

Während die Löwen gegen den Tabellenelften aus Bayreuth lediglich ihren zehnten Platz festigen wollen, birgt die Partie eine gewisse Brisanz abseits des Sportlichen. Vergangene Woche machte die Meldung die Runde, dass Raoul Korner, Cheftrainer und Sportdirektor der Löwen, in der kommenden Saison das Amt von Bayreuth-Trainer Mike Koch übernehmen werde. Auf Nachfrage haben weder Korner noch die beiden Vereine dementiert.

Der Löwen-Trainer lässt sich hinsichtlich seiner Zukunft auch weiterhin nicht in die Karten schauen. „Ich bin eher der Mozart-Typ“, antwortet der Wiener etwa auf die Frage, wie er es denn mit Richard Wagner, dem berühmten Bayreuther Komponisten, halte. Die Chancen scheinen dennoch sehr groß, dass Korner schon bald am „Grünen Hügel“ die BBL-Geschicke leitet.

Nach der Partie gegen Tübingen können die Braunschweiger Fans immerhin zuversichtlich sein, dass sie Löwen-Topscorer Keaton Grant am letzten Saisonwochenende noch einmal in Bestform erleben. Bei den Schwaben wirkte die Krise des US-Guards überwunden. 20 Punkte bei fünfzigprozentiger Trefferquote, dazu ein ganz wichtiger Dreier und coole Freiwürfe in der Schlussminute: Das sah aus wie der starke Grant der Hinrunde.

„Die Bayreuther werden sehr motiviert nach Braunschweig reisen“, glaubt Korner und erinnert an den rekordverdächtigen 98:58-Auswärtssieg seiner Mannschaft in der Hinrunde. Die Gäste werden also auf Revanche sinnen und entsprechend auftreten.

„Sie definieren sich durch ihre Offensive und suchen sehr schnell den Abschluss“, beschreibt Korner den Stil der Franken, die in Aufbauspieler Jake Odum ihren besten Scorer (14,5) und Ballverteiler (5,6) haben. Eine Aufgabe für Löwen-Regisseur Derek Needham, einen der besten Verteidiger auf der Aufbau-Position.

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