Kruppke ins Präsidium gewählt

Präsident Ebel im Amt bestätigt – Kapitalgesellschaft mit Verlust

Dennis Krupke während der Eintracht-Jahresversammlung am Donnerstag (28.11.2019 im Eintracht Stadion in Braunschweig. Foto: Philipp Ziebart/BestPixels.de

Braunschweig (evc). „Es liegen 12 bewegte Monate hinter uns. Wir können mit Dankbarkeit darauf zurückblicken; gerade was bis zur Sommerpause passiert ist. Es gibt einen Fußballgott, der mal nach Braunschweig kommt“, erinnerte Sebastian Ebel zur Eröffnung der Eintracht-Jahreshauptversammlung an den Klassenerhalt in der Vorsaison und lobte die Profimannschaft: „Es zeigt, was erreichbar ist, wenn ihr zusammensteht.“

Der 56-Jährige war nach seiner erneuten Kandidatur mit 329 der 369 stimmberechtigten Mitglieder wieder zum Eintracht-Präsidenten gewählt worden. Seine Präsidiumskollegen Rainer Ottinger und Wolfgang Krake standen nicht mehr zur Wahl, stattdessen sitzen künftig der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Bratmann und Kay Uwe Rohn im Gremium. Während Reiner Cech als Schatzmeister wie Ebel im Amt bestätigt wurde, erreichte Andreas Becker keine Mehrheit mehr. Stattdessen wurde der von Reiner Albring (Initiative Eintracht) vorgeschlagene ehemalige Eintracht-Kapitän Dennis Kruppke gewählt und soll neben seiner Funktion als NLZ-Leiter auch im Vereinsvorstand für Fachkompetenz sorgen.

Mehr als fünf Stunden hatte die JHV gedauert, auf der die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres präsentiert worden waren. Erwartungsgemäß fuhr die Kapitalgesellschaft einen Verlust von 4,4 Millionen Euro ein, während der Gesamtverein ein Plus von 140 000 Euro erwirtschaften konnte. Vor allem die nach dem Abstieg weggefallenen Zweitliga-Fernsehgelder wirkten sich negativ auf die Bilanz aus und machen auch für das nächste Geschäftsjahr Einsparungen erforderlich. Cech kündigte „für alle Beteiligten ein ganz hartes Stück Arbeit“ an.

Darüber hinaus gab es Diskussionen um Anträge, die von Vorstand und Mitgliedern eingebracht wurden. Besonders emotional wurde es beim Antrag, dass vier der neun Aufsichtsratsmitglieder künftig nicht mehr von der Mitgliederversammlung, sondern vom Wahlausschuss des Verein gewählt werden sollen; letztlich kam hierfür auch keine Mehrheit zustande. „Wir hoffen, dass wir uns sportlich behaupten können und wissen, dass bestimmte Themen im nächsten Jahr erneut zu diskutieren sind“, lautete das Schlusswort von Sebastian Ebel.

^