Kulturzelt: Vollgepackt wie noch nie

Insgesamt 54 Veranstaltungen – sechs mehr als 2016 – gehen im Bürgerpark über die Bühne.

Stellten das aktuelle Kulturzeltprogramm vor (v.l.): Karsten Jeschke (Öffentliche Versicherung), Beate Wiedeman und Silke Behrens (Kulturzeltverein) und Sebastian Heise (Öffentliche). leu

Von Birgit Leute, 29.04.2017.

Braunschweig. Noch dichter, noch bunter: In seinem 19. Jahr sattelt das Festival „Kultur im Zelt“ noch einmal drauf. Mehr als 50 Veranstaltungen erwarten die Besucher zwischen dem 24. August und 24. September im Bürgerpark – so viel wie noch nie, „und ein Trost für alle, die in den vergangenen Jahren keine Karten mehr für ihre Wunschvorstellung bekommen haben“, sagt Veranstalterin Beate Wiedemann.

An dem bewährten Konzept hat sich wenig geändert: Vier Wochen lang wartet die Zeltstadt mit einem Programm auf, das für jeden etwas bietet – von Varieté bis Rock, von lyrisch bis schräg, von berühmten Fernsehstars bis zu sprechenden Lebensmitteln. Dabei gibt es neben einem Treffen mit alten Bekannten wie Götz Alsmann, die Popolskis oder Rainald Grebe auch neue Gesichter wie den Newcomer Felix Meyer oder den polnischen Shooting-Star Kinga Glyk, die mit ihrem Debut-Album 2015 gleich für den Titel „Jazz-Entdeckung des Jahres“ nominiert wurde.

„Manchmal müssen wir Künstlern jahrelang hinterherlaufen bis es terminlich klappt“, verrät Co-Veranstalterin Silke Behrens. Ganz besonders war das dieses Mal bei den Söhnen Hamburgs – Joja Wendt, Stefan Gwildis und Rolf Claussen – der Fall, die am 20. September zu hören sein werden. „Die haben an sich schon Mühe, einen gemeinsamen Auftrittstermin zu finden“, sagt Behrens lachend. Familien sollten sich den 27. August und den 10. September vormerken. Das Theater Rumpelstil wartet dann mit einem Taschenlampenkonzert auf, bei dem ausdrücklich mitgesungen und mitgetanzt werden darf. Das Theater Lichtermeer zeigt dagegen mit dem „Dschungelbuch“ ein fantasiereiches und speziell auf Kinder zugeschnittenes Musical.

„Bereits zum dritten Mal wird es auch wieder unsere Regio-Bühne geben, auf der sich hiesige Künstler vor den Veranstaltungen im Zelt präsentieren können“, kündigt Beate Wiedemann an und lädt ein, sich noch dafür zu bewerben. „Es gibt noch freie Termine – allerdings mit einer Einschränkung: Wir können keine Technik stellen“, so Wiedemann. Bewerben sollten sich also alle, die für ihre Sets keine brauchen oder selber Equipment mitbringen.

Wieder aufgenommen wird auch das „Interkulturelle Frühstück“, das am 27. August verschiedene Nationen an langen Tischen und exotisch duftenden Töpfen zusammenkommen lassen will. Die Tische können – wie beim Bürgerbrunch – von Privatpersonen oder Gruppen vorab gemietet werden. „Gemeinsam frühstücken, mal unkompliziert und zwanglos zusammenkommen – das ist in diesen Zeiten genau das richtige“, ist Wiedemann überzeugt.

Der Vorverkauf für „Kultur im Zelt“ startet am Mittwoch
(3. Mai). Das Programm steht unter www.kulturimzelt.de.

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