9. August 2013
Natur

Langweilig ist woanders

Gefährliches und Ungewöhnliches im NABU-Artenschutzzentrum

Das kleine Stachelschwein.

Wieder hatten die Mitarbeiter zwar auf ein ruhiges Wochenende gehofft aber es nicht wirklich erwartet, da täglich 15 bis 25 neue Pfleglinge das NABU-Artenschutzzentrum erreichen.

Langweilig wurde es dennoch nicht. So wurde am Freitag beispielsweise vom Storchenbetreuer ein geschwächter Jungstorch aus Wienhausen im Zentrum eingeliefert, gefolgt von einer ausgesetzten oder entlaufenen Maurischen Landschildkröte aus Hillerse und einer – erstmals im Zentrum gehaltenen – giftigen Schwarzen Witwe (Spinne aus Amerika), die sich in einem Importwagen versteckt hatte.
Der Samstag verlief tagsüber noch relativ normal mit zahlreichen Jungvögeln die aus dem Nest gefallen, von Katzen angeschleppt oder durch die Hitze geschwächt eingeliefert wurden. Gegen 22.00 Uhr wurde dann jedoch ein Stachelschwein (ebenfalls das Erste das in Leiferde gepflegt
wird) eingeliefert. Das Tier war in einer aufwändigen Fangaktion in der Nähe der Ortschaft Hehlingen gesehen und in einem Betonrohr mit Hilfe der Feuerwehr in eine Regentonne bugsiert und in das NABU-Artenschutzzentrum gebracht worden. „Das Tier ist etwas mager und hat sich gleich auf das angebotene Futter gestürzt“, berichtet Bärbel Rogoschik „da Stachelschweine in Afrika, Asien und Südeuropa vorkommen, handelt es sich mit Sicherheit um ein ausgesetztes oder ein entlaufenes Tier. Wir bitten dringend um Hinweise aus der Bevölkerung wo dieses Tier herstammt“.
Der Sonntag verlief dann routinemäßig mit zahlreichen neuen Jungvögeln und einen stark geschwächten Weißstorch aus dem Landkreis Lüneburg.
Der Beginn der Woche geht dann mit einem Gifttier weiter. In einem Holzcontainer aus Afrika hatte sich ein Skorpion verirrt, der am Montag abgeholt und vorerst im NABU-Artenschutzzentrum Unterkunft und Verpflegung erhält.

Quelle: NABU

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