Lansdowne kratzt am Triple-Double

Basketball-Bundesliga: Mit einer starken zweiten Halbzeit bezwingen die Löwen Tübingen

Von Christoph Matthies, 03.04.2018

Braunschweig. Nach Startschwierigkeiten in Halbzeit eins konnten die Löwen-Basketballer gegen Tübingen am Ostermontag einen deutlichen 94:77 (37:42)-Heimsieg einfahren. Nach dem Erfolg vor 2914 Zuschauern in der VW-Halle bleiben die Braunschweiger auf Rang zwölf, während des Tabellenschlusslicht aus Schwaben nach der 15. Niederlage in Serie nun auch rechnerisch nicht mehr vor dem Absturz in die 2. Bundesliga zu retten ist.
Löwen-Guard Tommy Klepeisz erwies sich nach der Partie als fairer Gewinner. „Sie sind nicht so schlecht, wie es ihr Record erahnen lässt“, sagte der Österreicher über die Tübinger, die aus 27 Begegnungen nur einen Sieg mitnehmen konnten. Vielleicht hat Klepeisz recht, doch zumindest ein Problem der Tübinger wurde am Montag deutlich: Mit nur einer guten Halbzeit ist es in der Bundesliga schwer, Spiele für sich zu entscheiden. Und so hatten die Löwen nach der Pause leichtes Spiel, gewannen das dritte Viertel mit 28:13 und machten aus dem Fünf-Punkte-Rückstand zur Pause ein 65:55 vor dem Schlussviertel. Die Wende war geschafft.
Man muss kein Fan der Eintracht-Fußballer sein, um zu wissen, dass Spiele gegen den Tabellenletzten oft schwieriger sind als gegen den Tabellenführer. Dass die Löwen am Ende trotzdem die Kurve bekamen, lag nicht zuletzt an der überlegenen Qualität ihrer Leistungsträger. DeAndre Lansdowne erwischte mit nur fünf von 14 getroffenen Feldversuchen nicht seinen besten Wurftag, markierte zu seinen 13 Punkten aber auch noch neun Rebounds und neun Assists. Damit kratzte der US-Guard, der bei den Löwen für ein weiteres Jahr unter Vertrag steht, an einem in der BBL so seltenen Triple-Double.
Überzeugen konnten zudem Bazou Koné (16 Punkte in 15 Minuten), Anthony Morse (13 Punkte) und allen voran Center Scott Eatherton, der von der Tübinger Defensive kaum zu stoppen war und mit 22 Zählern und zwölf Rebounds sein 14. Double-Double der Saison auflegte. Zur Einordnung: Nur Gießens Center-Titan John Bryant hat dies in der laufenden Saison ebenfalls 14-mal geschafft – der nächstbeste BBL-Spieler hat dann aber gerade einmal sechsmal zweistellig in zwei Kategorien abgeliefert.
„Wir haben jetzt fünf der letzten sechs Heimspiele gewonnen und die Jungs haben noch Appetit auf mehr“, berichtete Löwen-Trainer Frank Menz nach der Partie. Am kommenden Samstag tritt sein Team beim Tabellennachbarn in Würzburg an.

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