Liebe Leute ... | Neue Braunschweiger
10. Mai 2020
Menschen

Liebe Leute …

Unterwegs mit NB-Redaktionsleiterin Ingeborg Obi-Preuß

Einfach nur schön: Oberhalb von Beiersdorf läuft der Geopfad Heeseberg. Im Hintergrund der Harz. Fotos: privat

Geopfad Heeseberg. Auch eine Möglichkeit, einen Spaziergang zu machen, grandiose Ausblicke garantiert.

Rapsfelder leuchten unter blauem Himmel, der Blick zum Brocken ist klar, im ehemaligen Grenzgebiet hat die Natur die Oberhand. Sabine Brombach hat ihre „Tilda“- Kolleginnen eingeladen, mit ihr ihren Hausberg zu erkunden. „Tilda“ heißt der Frauenfilmpreis, der beim vergangenen Filmfest erstmals vergeben wurde. Aus bekannten Gründen gilt die Einladung immer nur für eine „Tilda“-Frau. Die Ostfalia-Professorin wohnt in Beierstedt – ungefähr 40 Minuten Autofahrt von Braunschweig. Direkt hinterm Dorf beginnt eine Allee blühender Obstbäume, die wir immer leicht bergauf entlang wandern. „Unsere Beierstedter Allee“, erzählt Sabine, „zu jedem wichtigen Ereignis im Dorf pflanzen die jeweiligen Familien einen Obstbaum.“ Offensichtlich gab es schon viele Hochzeiten, Geburten, Jubiläen, die Allee ist lang. Es gibt einen Steinbruch und blökende Schafe, seltene Pflanzen, einen Aussichtsturm und mehr. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, allein wegen der Ausblicke.

Professorin Dr. Sabine Brombach am Heeseberg

Endlich: Friseure sind wieder am Start

Um die Schönheit geht es ENDLICH auch wieder „obenrum“. Die Friseure sind wieder im Einsatz. „Sechs Wochen ohne“, sagt Stammkundin Veronika Scholz, „das war hart. Jetzt lasse ich das ganze Programm machen, Tüv-Abnahme“, erzählt sie lachend. Sie fühlt sich „gut aufgehoben und sicher“ in ihrem Lieblingssalon, „die sind hier erstklassig vorbereitet“, lobt sie das Team von Mili´s Haarstudio. Gleich am Eingang steht Desinfektionsmittel, die Kunden sitzen weit auseinander. Chefin Olga Holzer-Frei ist die Erleichterung anzusehen. Erst im vergangenen Jahr hat sie das Geschäft übernommen, sie und ihr Mann haben viel investiert, umgebaut und renoviert. Und dann kam Corona. „Aber wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, dann schaffen wir das“, schaut die junge Friseurmeisterin zuversichtlich in die Zukunft.

Endlich wieder Leben in Mili´s Haarstudio: Olga Holzer-Frei frisiert Veronika Scholz.
Gar nicht schön: Folienreste im Wald bei Schandelah.

Weniger schön: Müll im Wald

Nicht so schön ist das, was unsere Leser Hannelore und Henning Ohlendorf uns geschrieben haben. Sie wohnen in Schandelah und haben sich an den Kunstwerken im Wald, von denen wir im letzten Leutekasten erzählt haben, erfreut. „Offenbar hat der Künstler mehrere Versuche gestartet, um die Bilder so hinzukriegen. Die Folienreste, die angefallen sind, wurden auf dem Waldboden entsorgt. Da wir nicht wissen, wer der Künstler ist, kann man nur hoffen, dass er sich seiner Untat bewusst ist.“ Puh – da haben sie Recht.

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