Lions-Fans feiern die Revanche | Neue Braunschweiger
26. Juli 2014
Sportliches

Lions-Fans feiern die Revanche

Football: Es gab zwar keinen Titel – der 56:7-Sieg gegen die Berlin Adler tat trotzdem richtig gut.

Der Lions-Offensivkraft mit Casey Therriault am Ruder, waren die Adler nicht gewachsen und absolut chancenlos. Foto: Reißner

Von Daniel Beutler, 26.07.2014.

Braunschweig. Nur eine Woche nach der bitteren 17:20-Niederlage im Endspiel des Eurobowls gegen die Berlin Adler, haben die New Yorker Lions gestern vor 5163 Zuschauern Revanche genommen.

„Ich bin halt ein Sonnenkind“, erklärte Adler-Spielmacher Darius Outlaw nach dem Final-Erfolg im Big6-Turnier vergangene Woche seine außerordentlich gute, fast perfekte Leistung in der Hitze der Hauptstadt. Im Schatten des Eintracht-Stadions jedoch: Nichts von der Brillanz der Vorwoche! Diesen Auftritt entschuldigte auch nicht das Fehlen von einigen Leistungsträgern.
Wer stattdessen glänzte: Casey Therriault. Was der Quarterback der Lions auch anpackte, es klappte. Mit einer unglaublichen Ruhe zauberte er die Bälle durch die Luft in die Hände seiner Passempfänger, egal wie gut die auch gedeckt waren. Aber Therriault war nicht selten nur der Vollstrecker. Was ihm seine Abwehr auf dem Goldtablett präsentierte, das war schon alleredelster Sorte. Wie die Braunschweiger Defense die Adler immer genau dann auf den harten Boden der Realität zurückholte, als sie gerade ein wenig in Fahrt kamen, war grandios. Herausstechend dabei der Fumble-Return-Touchdown von Janosch Wiedemann über 50 Yards zum 21:0 noch im ersten Viertel. Die Adler waren gerade mit Mühe und ganz viel Not zu einem neuen First Down gekrampft, da räumte die Lions-Defense Outlaw ab, Wiedemann sprintete und die Lions hatten das Fundament für den Sieg gelegt. Da schmerzte auch das skurrile 7:21 kurz vor Ende des ersten Viertels nicht.
Der Rest des Spiels war eine Genugtuung und Genießen für die Lions-Fans, während die Braunschweiger die Adler gierig zerpflückten. Was denen gar nicht gefiel und weil sie spielerisch in keinster Weise mithalten konnten, wurde es unfair. Höhepunkt: Ex-Lions-Spieler Patrick Neff wurde kurz vor der Halbzeit nach einem Schlag ins Gesicht von Francis Bah des Feldes verwiesen. Purer Frust, weil Lions-Safety Durell Givens nach einer Interception das 42:7 erzielte.
Die zweite Halbzeit, geprägt von Laola-Welle und Feiern auf der Tribüne, verlief dann gesitteter. „Nur“ 14 Punkte gab es, ansehnlich war es trotz vieler Wechsel aber immer.

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