28. September 2013
Sportliches

Lions sind der Favorit

Football: Dresden nach 32:21-Sieg gegen Berlin Adler schon im Finale.

Auch als Linebacker hat der einstige Passempfänger Jacob Schridde (rechts) hin und wieder die Hand am Ball. Einen Pass (ab)zufangen, einzig das gelang der Nummer 83 bisher noch nicht. Ansonsten hat er in seinem ersten Linebacker-Jahr alle wichtigen Meilensteine im Portfolio. Foto: T.A.

Von Daniel Beutler, 29.09.2013

Braunschweig. Am Donnerstag um 14 Uhr bestreiten die New Yorker Lions im Eintracht-Stadion ihr Playoff-Halbfinalspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes. Nach zwei Siegen gegen Kiel in der Saison, sind die Lions der Favorit.

Wer sich fragt, warum die Braunschweiger nach den enttäuschenden Vorjahren plötzlich wieder nach der deutschen Footballkrone greifen, der muss sich nur die Entwicklung von Lions-Spieler
Jacob Schridde anschauen, personifiziert er doch den Unterschied zum Vorjahr.
2012 stieß der 21 Jahre alte Braunschweiger voll zum Kader der Lions, als Wide Receiver. In diesem Jahr hat er die Seiten gewechselt, spielt jetzt in der Abwehr als Linebacker. „Ganz ehrlich – das macht mir mittlerweile viel mehr Spaß“, fiel Schridde der Abschied von der publikumswirksameren Position nicht allzu lange schwer. Der Wechsel war dabei aus der Not geboren, das Verletzungspech hatte die Lions fest im Griff. „Dave Likins kam dann irgendwann zu mir und fragte, was ich wiege“, erinnert sich Schridde an die erste Idee des Defense-Coaches, ihn in seine Reihen zu holen. Später am Abend kam erst die echte Frage, die der 102 Kilo schwere Schridde nicht ablehnte. Und nach 15 Spielen lässt sich feststellen, dass das eine hervorragende Idee von Likins war, Schridde steht in allen Abwehrstatistiken ganz weit oben. „Die Trainer wissen einfach, was sie von uns wollen und geben das ganz klar vor. Sie behandeln uns wie Profis und erwarten, dass wir uns auch so verhalten“, schreibt er den Großteil seines Erfolges den Trainern zu.
Und das ist nicht weit hergeholt oder gar im Bereich der Floskeln angesiedelt. Cheftrainer Troy Tomlin und sein Co-Trainer Likins als federführende Akteure an der Seitenlinie haben eine Mannschaft, die vor allem in der Abwehr fast das gleiche Personal wie im wenig ruhmreichen Vorjahr zählt, zum Titelfavoriten geformt. Wichtiger als die Transfers ist dabei, dass sie es geschafft haben, jeden Spieler besser zu machen.

Verlosung

Die nB und die Deutsche Bahn verlosen für das Lions-Spiel viermal zwei Karten. Um mitzumachen, die Frage unten beantworten und bis Dienstag, 20 Uhr, eine E-Mail mit der Antwort, dem Betreff „Lions“ sowie Name und Anschrift schicken an gewinnspiel@nb-online.de .
Wer gewann 2012 den German Bowls? a) Dresden Monarchs, b) Schwäbisch Hall Unicorns

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