Lions sind in gewohnter Rolle | Neue Braunschweiger
27. Mai 2014
Sportliches

Lions sind in gewohnter Rolle

Football: Sieben Braunschweiger Spieler sind mit der deutschen Auswahl bei der EM dabei.

Wide Receiver Niklas Römer weilt zusammen mit sechs Lions-Mannschaftskameraden bei der deutschen Nationalmannschaft und berichtet im „Natio-Logbuch“ auf der Facebookseite der New Yorker Lions, was aktuell auf dem Weg zum angepeilten EM-Titel alles passiert. Foto: Ammerpohl

Von Daniel Beutler, 27.05.2014.

Braunschweig. „Wir sind die Gejagten“, berichtet Kerim Homri, Linebacker der New Yorker Lions, von einem vertrauten Gefühl bei der deutschen Football-Nationalmannschaft. In der Auswahl weilt Homri zurzeit mit sechs Teamkollegen aus Braunschweig, und alle Mann bereiten sich auf das erste Spiel der Europameisterschaft am 30. Mai im österreichischen St. Pölten gegen Finnland vor.

Und gejagt sind die „Löwen“ im 45-Mann-Kader im doppelten Sinne. „Als Titelverteidiger ist das ganz natürlich. Darauf schwören uns die Trainer ein“, erläutert Homri, dass, wie mit den Lions in der Bundesliga, die Favoritenrolle naturgemäß beim Titelinhaber liegt. Dazu allerdings werden die Sieben, neben Homri sind das noch die Wide Receiver Niklas Römer und Dominic Hanselmann, die Defense-Line-Spieler Sven Rieger, Nelson Mokwena und Robert Zernicke sowie Offense-Line-Spieler Hannes Irmer, von ihren temporären Mitspielern gejagt. „Wir haben schon eine Strichliste angefangen, wie oft wir auf Casey Therriault angesprochen werden oder deshalb angemeckert und aufgezogen werden“, berichtet Homri. Allerdings tue dies der guten Stimmung keinen Abriss, betont Homri. „Das war bei unserer Japan-Reise schon ähnlich, insgesamt aber verstehen wir uns alle sehr gut“, erklärt der Lions-Spieler.
Derzeit weilt die deutsche Auswahl noch in Frankfurt am Main. Ein Projekt Titelverteidigung vorzubereiten, das scheinbar mit heißer Nadel gestrickt wurde. Am Sonntag trafen sich die Spieler in der Mainmetropole, trainierten am Montag zweimal, und dann ging es bis spät abends in den Meeting-Raum zur Gegneranalyse. So sieht der Tagesablauf bis Donnerstag aus, dann beginnt die Reise per Bus nach Österreich. In St. Pölten steht dann am Freitag das erste Vorrundenspiel auf dem Plan. In Gruppe A geht es gegen die „Finnland Pintas“, wie Passempfänger Römer es in seinem Nationalmannschafts-Tagebuch schreibt, das auf der Facebook-seite der Lions veröffentlich wird.
Im ersten Spiel wartet also mit Tommi Pinta, Tight-End bei den New Yorker Lions, gleich ein bekanntes Gesicht auf die Braunschweiger Auswahlspieler. Die Finnen zählt Homri zusammen mit den Franzosen, die in der zweiten Gruppe mit Dänemark und Österreich spielen, zu den Favoriten in der Verfolgerrolle. „Es wird sicherlich nicht leicht, den Titel zu verteidigen. Aber genau das ist unser Ziel“, unterstreicht Homri. Im zweiten und letzten Gruppenspiel am 3. Juni warten die Schweden, und als Gruppensieger wären die Deutschen im Finale, das am 7. Juni in Wien ausgetragen wird.
Sieben Tage später geht es in der Bundesliga weiter. Wenig Zeit zum Ausruhen für die Lions-Spieler. Die sie aber kaum brauchen werden. „Wir haben ein striktes Verletzungsverbot bekommen, an das wir uns natürlich halten werden, wie sich versteht!!“, berichtet Römer in seinem sehr lesenswerten Tagebuch von teamintern erteilten Befehlen.

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