Lions starten Freitag in die zweite Saisonhälfte | Neue Braunschweiger
21. Juli 2015
Sportliches

Lions starten Freitag in die zweite Saisonhälfte

Football: Die USA holen den dritten Weltmeisterschaftstitel in Folge.

Endspurt zu den Playoffs. Niklas Römer und die Lions starten am Freitag in die zweite Saisonhälfte. Foto: Ammerpohl

Von Daniel Beutler, 21.07.2015.

Braunschweig. Am Freitag (Kick-off 20 Uhr, Eintracht-Stadion) empfangen die New Yorker Lions die Hamburg Huskies. Das Ende der Sommerpause ist zugleich das erste Bundesliga-Spiel der Braunschweiger auf einem Freitag, ein Tag, der in den USA fest mit Football verknüpft ist.

Deswegen ist die Vorfreude im Lions-Lager auch entsprechend groß. Die Hamburger erwiesen sich dabei in ihrem ersten Jahr in der höchsten Spielklasse als guter Ansprechpartner, machten dieses Novum ohne großen Aufwand möglich.
Den werden die Lions derweil betreiben müssen, um Saisonsieg Nummer sechs einzufahren. Die Huskies sind als Aufsteiger zwar klarer Außenseiter, haben mit ihren fünf Siegen in sieben Spielen aber schon fast den Klassenerhalt sicher. Die Erfolge fuhren die Hanseaten zwar gegen die schwächeren Teams ein und gegen die Kiel Baltic Hurricanes und die Dresden Monarchs gab es klare Niederlagen.

Lions-Cheftrainer Troy Tomlin wird aber alles daran setzen, dass seine Mannschaft den Gegner nicht unterschätzt. Zentrum des Huskies-Angriffs ist mit Reggie Langford ein Quarterback, der nicht nur beachtliche Passstatistiken vorweisen kann, sondern auch im Laufspiel ordentlich mitmischt. Mit Dominic Hanselmann hat Headcoach André Schleemann einen ehemaligen Lions-Spieler als Wide Receiver auf dem Feld. Mit Passverteidiger Curtis Slater zudem einen aktuellen Weltmeister.

Der US-Amerikaner gewann jüngst mit seinem Team im WM-Finale deutlich mit 52:19 gegen Japan, die Braunschweiger Anthony Dable und Sy Mamadou belegten mit Frankreich den vierten Platz, verloren im kleinen Finale 7:20 gegen Mexiko.
Das alles fand, sehr zum Ärger des deutschen Verbandes, der ebenso wie der österreichische die kurzfristig von Schweden in den USA verlegte WM boykottierte, vor maximal 500 Zuschauern statt. Überhaupt traten nur sieben von zwölf qualifizierten Mannschaften an. Angesichts der angestrebten Anerkennung durch das Internationale Olympische Komitee, die mit Beobachtern vor Ort war, sorgt sich AFVD-Präsident Robert Huber in einem mehrseitigen, bei Facebook veröffentlichten Brandbrief um die Zukunft des internationalen Footballs.

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